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Unterhaltung

James Burrows, Regisseur von ‚Cheers‘, ‚Friends‘, ‚Will & Grace‘ stirbt im Alter von 85

Der legendäre Hollywood-Regisseur James Burrows ist am vergangenen Freitag im Alter von 85 Jahren verstorben. Seine Familie bestätigte den friedlichen Tod in einer Stellungnahme gegenüber People Magazine. Burrows prägte über fünf Jahrzehnte hinweg die Fernsehgeschichte und war maßgeblich an Klassikern wie „Cheers“, „Friends“ und „Will & Grace“ beteiligt.

Ein Erbe aus über 1.000 Episoden und zahlreichen Emmys

James Burrows, der in der Branche oft als „King of Sitcoms“ bezeichnet wurde, hinterlässt ein monumentales Werk, das die moderne Fernsehkomödie definiert hat. Laut AP News führte der Regisseur mehr als 1.000 Episoden für verschiedene Fernsehkomödien. Sein Einfluss reichte von den frühen Erfolgen in „The Mary Tyler Moore Show“ bis hin zu „Taxi“, für das er seine ersten zwei Emmy Awards erhielt.

Burrows war ein Architekt des Lachens, der vor allem durch seine Fähigkeit glänzte, Ensembles zu Form zu bringen. Er co-kreierte die Hit-Sitcom „Cheers“ und dirigierte 243 der Episoden, wobei die Gesamtzahl der Serie je nach Quellenangabe zwischen 273 und 275 liegt. Sein Erfolg war nicht nur auf die Anzahl der Folgen begrenzt, sondern auf die Qualität seiner Auszeichnungen.

  • 11 Emmy Awards
  • 5 Directors‘ Guild Awards
  • Induktion in die Television Hall of Fame (2006)

Neben seinen großen Erfolgen bei NBC, wo er die Ära des „Must See TV“-Blocks mit Serien wie „Frasier“ und „Friends“ mitgestaltete, arbeitete er auch an Produktionen wie „Two and a Half Men“, „The Big Bang Theory“ und „Will & Grace“, wobei er bei letzterer jede der 246 Episoden unter seiner Regie sah.

Die Philosophie des perfekten Lachens

Was Burrows von seinen Zeitgenossen unterschied, war sein tiefes Verständnis dafür, dass Comedy weit über bloße Witze hinausgeht. In seinem im Jahr 2022 veröffentlichten Memoir beschrieb er den präzisen Moment, den er als Regisseur anzustreben versuchte.

Die Philosophie des perfekten Lachens

„Wenn ich eine Fernsehserie regissechiere, versuche ich, diesen idealen Punkt zu finden, an dem das beste Drehbuch auf die beste Leistung und die beste Chemie zwischen den Darstellern trifft.

James Burrows, via [Fox News](https://www.foxnews.com/entertainment/james-burrows-legendary-hollywood-director-behind-cheers-friends-grace-dies-85)

Seine Familie betonte in einer offiziellen Mitteilung, dass dieses Verständnis das Fundament seiner Karriere bildete. Sie erklärten, dass Burrows verstanden habe, dass es bei großartiger Comedy „nie nur um Lachen ging“, sondern vielmehr um „Menschlichkeit, Verbindung und Wahrheit“.

Vom Opernchor zu den Sitcom-Thronen: Ein späterer Karrierestart

Der Weg des Regisseurs zur Spitze der Hollywood-Hierarchie verlief ungewöhnlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchengrößen begann Burrows seine Karriere in der Fernsehregie erst relativ spät im Alter von 35 Jahren im Jahr 1974.

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Geboren am 30. Dezember 1940 in Los Angeles, verbrachte er seine Kindheit in New York. Seine musikalischen Wurzeln waren tief, da er fünf Jahre lang im Metropolitan Opera Children’s Chorus sang, bevor seine Stimme sich veränderte. Nach seinem Abschluss an der LaGuardia High School of Music & Art und einem Studium am Oberlin College fand er schließlich seinen Platz hinter der Kamera.

Burrows war zudem ein Kind der Theaterwelt. Sein Vater, Abe Burrows, war ein renommierter Autor, Regisseur und Produzent, dessen Broadway-Erfolge wie „Guys and Dolls“ die Kultur prägten. Der jüngere Burrows verbrachte seine Jugend damit, seinen Vater bei der Arbeit zu beobachten und in New Yorker Institutionen wie Sardi’s kennenzulernen, was ihm einen frühen, wenn auch indirekten Zugang zur Welt des Entertainments verschaffte. Dies wird in den biografischen Details von AP News hervorgehoben.

Echo aus Hollywood: Schauspieler und Sender trauern

Die Nachricht vom Tod des Regisseurs löste eine Welle der Anteilnahme in der Unterhaltungsindustrie aus. Zahlreiche Schauspieler, die unter seiner Anleitung zu Stars wurden, nutzten soziale Medien, um ihr Mitgefühl auszudrücken.

Echo aus Hollywood: Schauspieler und Sender trauern
Photo: AP News

Unter den prominenten Trauernden befanden sich unter anderem Jennifer Aniston und Debra Messing, wie Fox News berichtete. Die Branche verliert nicht nur einen technischen Experten, sondern einen Mentor, der für seine außergewöhnliche Menschlichkeit bekannt war. Seine Familie beschrieb ihn als jemanden, der eine „seltene Fähigkeit besaß, jeden besser zu machen“, und der sich stets an die Namen jeder Person erinnerte, der er begegnete.

Auch der Sender NBC, der durch Burrows’ Arbeit maßgeblich mit dem Erfolg des „Must See TV“-Programms verbunden war, veröffentlichte eine bewegende Hommage.

„Jimmy Burrows war der Mann hinter dem Vorhang. Er wusste, wie er uns zum Lachen bringen konnte, welche Knöpfe er drücken musste und er war der absolute Meister darin, das Beste aus jedem Witz herauszuholen.

NBC, via [AP News](https://apnews.com/article/james-burrows-obituary-80b0422bd2268e2aa8fb4b47755eda31)

Burrows hinterlässt seine Ehefrau Debbie, seine vier Töchter und sieben Enkelkinder. Während die Welt der Sitcoms einen ihrer wichtigsten Wegbereiter verliert, bleibt sein Einfluss in den unzähligen Wiederholungen seiner Serien und der nächsten Generation von Komödianten bestehen.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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