Der Internationale Währungsfonds schätzt, dass die Weltwirtschaft 2026 stabil mit rund drei Prozent wächst. Vor allem hohe Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz treiben diese Entwicklung an. Besonders asiatische Volkswirtschaften wie China, Indien und Thailand sowie die Vereinigten Staaten profitieren von der Hardware-Lieferung für den Sektor.
Künstliche Intelligenz treibt Weltwirtschaft auf IWF-Herbsttagung in Bangkok
Der globale KI-Boom stützt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds die Weltwirtschaft im laufenden Jahr mit einem prognostizierten Wachstum von rund drei Prozent. Die Behörde will am Dienstag ihre neuen Prognosen für die Weltwirtschaft und die wichtigsten Länder veröffentlichen. Diese Aussichten stehen im Kontrast zu jüngsten Belastungen durch hohe Energiepreise, die aus dem von den USA begonnenen Krieg in Nahost resultieren.

Von dieser technologischen Welle profitieren vor allem jene Regionen, die direkt an der Bereitstellung der nötigen Hardware beteiligt sind. Neben den USA hebt der IWF dabei asiatische Staaten wie China, Indien und Thailand hervor. In den wirtschaftlich entwickelteren Ländern Asiens kann der Boom das Wachstum um einen halben bis zu einem ganzen Prozentpunkt anheben. Für die Schwellenländer des Kontinents rechnet die Finanzorganisation mit einem Zuwachs zwischen 0,2 und 0,8 Prozentpunkten.
Demografischer Druck in Asien und tiefgreifende Folgen
Neben den kurzfristigen Konjunktureffekten befasst sich der IWF intensiv mit den strukturellen Veränderungen durch Automatisierung und Künstliche Intelligenz, die auch tiefgreifende Folgen für Arbeitsplätze, Bildung und die Steuereinnahmen der Staaten haben wird.
Länder wie China, Japan und Südkorea drohen bis 2050 fast 25 Prozent ihrer Arbeitskräfte zu verlieren. Dennoch bringt der Wandel erhebliche Umwälzungen mit sich.
„Es ist eine transformative Technologie. Sie verändert völlig die Art, wie wir arbeiten und wie wir leben.“
Kristalina Georgiewa, IWF-Chefin
Risiko einer wachsenden Kluft und Absagen auf Ministerebene
Trotz der positiven Gesamteffekte warnte Krishna Srinivasan, der Direktor der Asien- und Pazifik-Abteilung des IWF, dass die Politik die Vorteile der Technologie gegen das Risiko einer wachsenden Kluft zwischen den Ländern Asiens abwägen muss. Fortgeschrittene Volkswirtschaften seien zwar stärker von den Umbrüchen betroffen, aber auch besser in der Lage, davon zu profitieren.

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