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Technik und Wissenschaft

iWay senkt Glasfaserpreise und streicht die Mindestvertragsdauer

Während die Swisscom im April ihre Preise erhöhte, geht der Internetdienstanbieter iWay den entgegengesetzten Weg. Das Zürcher Unternehmen senkt die Kosten für schnelle Glasfaser-Abos um bis zu 17 Prozent, erhöht gleichzeitig in vielen Netzen die Geschwindigkeiten und schafft für Neukunden die Mindestvertragsdauer ab.

Der Black Friday steht vor der Tür – jener Monat im Jahr, in dem Telekommunikationsanbieter traditionell mit Flachbildschirmen und Gamekonsolen locken, um Kunden an mehrjährige Verträge zu binden. Michael Tobler, Chef des Internetdienstleisters iWay, hält von diesem Brimborium wenig. In einer Zeit, in der die Branche auf verlockende Einstiegsrabatte setzt, nach deren Ablauf die Preise steigen, kündigt der 55-jährige Geschäftsführer eine dauerhafte Preissenkung an, wie er gegenüber Blick erklärte.

iWay senkt Glasfaserpreise und streicht Mindestvertragsdauer

Die Preissenkung betrifft schnelle Glasfaser-Abos für Neu- und Bestandskunden gleichermassen. Das Abo mit einer Geschwindigkeit von 1 Gbit/s kostet neu 45 statt bisher 49 Franken pro Monat. Beim schnellsten Anschluss mit 10 Gbit/s sinkt der Preis von 59 auf 49 Franken, was einer Reduktion von knapp 17 Prozent entspricht. Das 10-Gbit-Abo ist damit für 49 Franken zu haben, wie die Berichterstattung zeigt.

Neben den Preisen passt iWay auch die Vertragskonditionen grundlegend an. Bei Neubestellungen wird die Mindestvertragsdauer komplett abgeschafft. Künftig können Kunden ihre Abos jeweils 30 Tage vor dem Ende der nächsten Rechnungsperiode kündigen. Damit wendet sich das Unternehmen von der in der Schweizer Telekombranche verbreiteten Praxis ab, Neukunden mit langen Laufzeiten anzulocken, während bestehende Kunden diese Rabatte indirekt mitfinanzieren.

Automatische Tempo-Zuwächse auf Stadt- und Swisscom-Netzen

Nicht nur die Preise schrumpfen, auch die Bandbreiten wachsen. Bei den günstigeren Anschlüssen dreht iWay an der Schraube: In den Stadtnetzen klettert die Leistung des bisherigen 20-Mbit/s-Anschlusses auf 60 Mbit/s. Das 200-Mbit/s-Abo wird sogar dreimal so schnell. Auch auf dem Swisscom-Netz steigen die Geschwindigkeiten automatisch für sämtliche Kunden des Anbieters.

Dieser Schritt erfolgt gegen den allgemeinen Markttrend. Die Marktführerin Swisscom hatte am 1. April die Preise für Internet- und Mobilfunkabos erhöht. Laut Zahlen der Eidgenössischen Kommunikationskommission Comcom verteuerten sich Telekommunikationsdienstleistungen im Jahr 2025 im Schnitt um 0,9 Prozent, während Mobilabos um 2,2 Prozent zulegten und die allgemeine Teuerung bei 0,2 Prozent lag.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.