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Welt

Israelische Minister fordern Strafmaßnahmen gegen Großbritannien

Israelische Minister fordern Strafmaßnahmen gegen Großbritannien, nachdem London angekündigt hat, den Handel mit illegalen israelischen Siedlungen zu verbieten. Finanzminister Bezalel Smotrich verlangte die Ausweisung des britischen Botschafters, während Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir die britische Souveränität über die Falklandinseln infrage stellte.

Nachdem bekannt wurde, dass die britische Regierung weitreichende Maßnahmen gegen israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland vorbereitet, reagierten hochrangige Regierungsmitglieder in Jerusalem mit scharfer Kritik und Forderungen nach massiven Vergeltungsschlägen.

Bezalel Smotrich fordert Ausweisung des britischen Botschafters

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich reagierte auf die drohenden Sanktionen mit der Forderung, den britischen Botschafter sofort des Landes zu verweisen. In einer scharfen Erklärung auf der Plattform X warf er der britischen Regierung Antisemitismus vor und erklärte, dass das britische Mandat in Eretz Israel endgültig vorüber sei.

Wir werden keine getretene Fußabtreter einer antisemitischen Regierung sein, in einem Land, das vom radikalen Islam erobert wurde und versucht, sich durch Angriffe auf Juden und den Staat Israel vor dem wirtschaftlichen und sozialen Niedergang zu retten. Das britische Mandat im Land Israel ist vorbei. Bezalel Smotrich, Finanzminister

Smotrich unterstellte der britischen Regierung zudem, mit den geplanten Schritten lediglich von eigenen innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen. Die von London vorbereiteten Maßnahmen umfassen unter anderem den Ausschluss von Waren aus israelischen Siedlungen. Finanzminister Bezalel Smotrich forderte die sofortige Ausweisung des britischen Botschafters, während der Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir Israel dazu drängte, Großbritannien zu sanktionieren und die argentinische Souveränität über die Falklandinseln anzuerkennen.

Itamar Ben-Gvir fordert Sanktionen gegen Großbritannien wegen der Falklandinseln

Nationalicherheitsminister Itamar Ben-Gvir brachte eine ungewohnte diplomatische Frontlinie ins Spiel, indem er Premierminister Benjamin Netanyahu aufforderte, die argentinische Souveränität über die Falklandinseln offiziell anzuerkennen. Ben-Gvir warf Großbritannien vor, das Archipel gewaltsam besetzt zu halten und dort Ölbohrungen zu betreiben, um die Ressourcen des argentinischen Volkes auszubeuten.

Itamar Ben-Gvir erklärte, es sei an der Zeit, dass der Staat Israel öffentlich anerkenne, dass die Malwinen – die argentinische Bezeichnung für die Falklandinseln – besetztes argentinisches Gebiet seien, das die Briten dem argentinischen Volk gewaltsam gestohlen hätten. Er fügte hinzu, die Briten begnügten sich nicht nur mit der Besetzung des Territoriums, sondern führten dort auch Ölbohrungen durch und stahlen das Geld des argentinischen Volkes.

Die von London verwalteten Inseln, in Argentinien als Malwinen bekannt, sind seit Jahrzehnten Gegenstand eines Territorialstreits. Die dortige Bevölkerung befürwortet überwiegend den Verbleib unter britischer Herrschaft, wobei die große Mehrheit der 3.600 Einwohner des Gebiets die britische Herrschaft unterstützt. Erst kürzlich hatte der argentinische Präsident Javier Milei erklärt, die nationalen Interessen seines Landes mit allen Mitteln zu verteidigen, und Sanktionen gegen Ölgesellschaften angedroht, die in den Gewässern um die Inseln operieren. Letzte Woche erklärte der argentinische Präsident Javier Milei, die nationale Souveränität Argentiniens sei verletzt worden und sein Land werde seine Interessen mit Zähnen und Klauen verteidigen, egal wen das störe.

Gegenseitige Drohungen zwischen Jerusalem und London

Die diplomatische Krise schwelt bereits seit Tagen. Der israelische Außenminister Gideon Saar hatte zuvor gewarnt, dass Israel nicht untätig bleiben werde, falls London den geplanten Kurs fortsetzt. Saar erklärte gegenüber der Tageszeitung Yedioth Ahronoth, dass Israel im Falle britischer Schritte seinerseits Maßnahmen ergreifen werde und über die nötigen Instrumente verfüge. Letzte Woche drohte die israelische Regierung Großbritannien mit Vergeltung, wobei Außenminister Gideon Saar warnte, wenn Großbritannien gegen Israel vorgehe, werde Israel auch gegen Großbritannien vorgehen.

Israelische Minister fordern Strafmaßnahmen gegen Großbritannien
Photo: tribune.com.pk

Der britische Premierminister Andy Burnham hat seit seinem Amtsantritt im Juli nicht mehr mit seinem israelischen Amtskollegen gesprochen. Berichten zufolge informierte er Trump am Montagnachmittag über seine Pläne zur Einführung von Sanktionen gegen Israel. Während die US-Regierung den britischen Kurs ablehnt, treibt das Kabinett in London die Vorbereitungen für Handelsbeschränkungen gegen die Siedlungswirtschaft voran. Es wird davon ausgegangen, dass die Trump-Regierung das Vorgehen der britischen Regierung scharf ablehnt. Die israelische Rechte reagiert darauf mit maximaler Schärfe, wodurch eine Deeskalation in den kommenden Tagen unwahrscheinlich erscheint. Es wird erwartet, dass die Spannungen zwischen Großbritannien und Israel eskalieren.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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