Das iranische Militär hat die Straße von Hormus am Samstag, den 20. Juni 2026, erneut für den Schiffsverkehr gesperrt. Teheran begründet diesen Schritt mit israelischen Angriffen im Libanon und wirft den USA vor, gegen Vereinbarungen zur Beendigung des Iran-Krieges verstoßen zu haben. Die Sperrung gefährdet ein Fünftel des weltweiten Rohölhandels.
Iran wirft USA Treuebruch vor
Die Entscheidung zur erneuten Blockade der strategisch entscheidenden Meerenge fiel überraschend. Laut Tagesschau verkündete das iranische Militärkommando die Sperrung über das Staatsfernsehen. Teheran sieht in den jüngsten israelischen Militäraktionen im Libanon eine direkte Verletzung des Rahmenabkommens, das erst diesen Mittwoch zwischen den USA und dem Iran unterzeichnet wurde. Das Militärkommando bezeichnete die Blockade als einenersten Schritt. Die iranische Führung wirft den USA Böswilligkeit vor und behauptet, Washington habe
„eindeutig gegen ihre Verpflichtung verstoßen“, den Krieg zu beenden.

„Sollte die Aggression anhalten, sind weitere Schritte geplant“.
Iranisches Militärkommando, via Tagesschau Diese Rhetorik signalisiert eine massive Eskalationsbereitschaft, falls die militärischen Aktivitäten im Südlibanon nicht sofort enden.Eskalation im Libanon als Auslöser
Diplomatische Pattsituation in der Schweiz
Parallel zur militärischen Eskalation versuchen Diplomaten in der Schweiz, eine Lösung zu finden. Ein iranisches Verhandlungsteam soll dort Gespräche mit US-Vertretern führen. Diese Reise war ursprünglich für Freitag geplant, wurde jedoch aufgrund der Kämpfe im Libanon verschoben. Die US-Seite ist bereits präsent. Laut DIE ZEIT befinden sich die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner vor Ort. US-Vizepräsident JD Vance kündigte an, ebenfalls in den nächsten Tagen in die Schweiz zu reisen, räumte jedoch ein, dass die diplomatischen Protokolle ein heikles Unterfangen seien. Die Einschätzungen aus Washington und Teheran klaffen weit auseinander. Während der Iran die Blockade als notwendiges Druckmittel einsetzt, zeigte sich JD Vance gegenüber Fox News zunächst skeptisch bezüglich einer tatsächlichen Schließung. Er äußerte sich zuversichtlich, dass„wir die Waffenruhe aufrechterhalten könne“.
This follows our earlier report, G7-Gipfel in Frankreich: US-Iran-Abkommen und Hormus-Öffnung im Fokus.
For more on this story, see Iran blockiert Straße von Hormus erneut nach kurzem Freigabe.
JD Vance, US-Vizepräsident, via Tagesschau Diese Zuversicht kollidiert mit den Berichten vom Boden. Während die US-Regierung logistische Schwierigkeiten als Grund für verschobene Gespräche nannte, berichten Medien im Umfeld der Hisbollah, dass Teheran die Entsendung seiner Delegation bewusst verzögerte.Globale Energieversorgung und feststeckende Flotten
- Gesamtzahl: Mehr als 500 Handelsschiffe stecken derzeit im Persischen Golf fest, so die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO), wie Spiegel berichtet.
- Deutsche Flotte: Der Verband Deutscher Reeder (VDR) schätzt, dass rund 45 Schiffe deutscher Unternehmen die Region vorerst nicht verlassen können.
- Hapag-Lloyd: Die Reederei hat vier Charterschiffe im Golf. Ein Sprecher betonte, dass eine Passage erst erfolgen werde, wenn die Sicherheit gewährleistet sei.
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