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Welt

IHS und WIFO legen neue Konjunkturprognose für 2026 und 2027 vor

Das Institut für Höhere Studien (IHS) und das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) haben ihre gemeinsame Herbstprognose vorgelegt. Die Institute bewerten die Konjunkturaussichten angesichts geopolitischer Spannungen, insbesondere durch den Iran-Krieg, neu. Die Prognose dient als zentrale Orientierungsgröße für die Wirtschaftsplanung der kommenden Jahre 2026 und 2027.

Wirtschaftliche Neubewertung durch IHS und WIFO

Die führenden österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitute IHS und WIFO haben am Vormittag der Vorstellung der gemeinsamen Herbstprognose fand zwischen 10:00 und 11:00 Uhr am Standort des WIFO im Wiener Arsenal statt und wurde zudem per Live-Stream für ein breiteres Publikum übertragen. Die Publikation gilt als maßgebliche Grundlage für Sozialpartner, Unternehmen und die Wirtschaftspolitik, um Budgets und Investitionen für den Zeitraum 2026 bis 2027 zu planen.

Im Zentrum der Analyse steht die fiskalische Situation Österreichs, wobei insbesondere die Schätzung des gesamtstaatlichen Defizits mit Spannung erwartet wurde. Um den Planungsanforderungen gerecht zu werden, bieten die Institute zudem Unterstützung für eine Szenario-Planung für das Jahr 2026 sowie eine Checkliste zur Beobachtung der wichtigsten Frühwarnsignale an.

Einfluss des Iran-Kriegs auf die Konjunktur

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind laut den Instituten maßgeblich durch den Iran-Krieg geprägt worden. Dieser Konflikt bremste das Wirtschaftswachstum ein, da er zu einem deutlichen Anstieg der Öl- und Spritpreise führte. Die daraus resultierenden Teuerungsschübe und die allgemeinen geopolitischen Unsicherheiten haben die österreichische Wirtschaft unter Druck gesetzt und den Konjunkturverlauf in den vergangenen Monaten beeinflusst.

IHS und WIFO legen neue Konjunkturprognose für 2026 und 2027 vor
Foto: finanzen.at

Nach den Rezessionsjahren 2023 und 2024 hatte sich die heimische Wirtschaft im Vorjahr mit einem Wachstum von 0,7 Prozent nur schrittweise erholt.

Vergleich mit der Prognose der Oesterreichischen Nationalbank

Die nun vorgelegten Zahlen der beiden Forschungsinstitute treffen auf ein Umfeld, das bereits von anderen Institutionen vorsichtiger eingeschätzt wurde.

Zeitraum OeNB-Prognose (September 2026)
Wachstum 2026 +0,5 Prozent
Wachstum 2027 +1,3 Prozent

Während die OeNB für das laufende Jahr 2026 von einem Wachstum von 0,5 Prozent ausgeht, liefern IHS und WIFO mit ihrer aktuellen Publikation die für die kommenden Jahre richtungsweisende Neubewertung. Die Daten der WIFO und des IHS sind dabei entscheidend, um die Auswirkungen der geopolitischen Schocks auf die Investitionsrechnung und die Budgetplanung abzubilden.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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