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Welt

IFS warnt: Konflikt im Nahen Osten droht Healeys Haushalt

Kanzler John Healey steht vor einer kritischen Haushaltskrise im Vorfeld seines Haushaltsplans am 28. Oktober, da der US-israelische Krieg im Iran die Inflation und die Kreditkosten in die Höhe treibt, milliardenschwere Spielräume bei den öffentlichen Ausgaben gefährdet und ihn vor die Wahl zwischen Steuererhöhungen und Kürzungen stellt.

John Healey Konfrontiert Haushaltsserie durch Nahost-Krise und Steigende Zinsen

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran schlägt direkt auf die britische Finanzpolitik durch. Chancellor John Healey muss nun seinen ersten Haushalt präsentieren, während höhere Inflationsraten den realen Wert der Ministeriumsbudgets aufzehren.

Das renommierte Institut für Fiskalstudien (IFS) warnte davor, dass ein „Weiter-so“-Kurs für den Kanzler keine Option darstelle. Die Regierung stehe unter starkem Druck, den Finanzmärkten eine eiserne Haushaltsdisziplin zu demonstrieren. Laut den Analysen der Ökonomen führt kein Weg an harten Entscheidungen vorbei, da andernfalls die Inflation die Ausgabenpläne der Ministerien unkontrolliert unterwandert.”

IFS warnt: Konflikt im Nahen Osten droht Healeys Haushalt
Foto: finance.yahoo.com

Healey hat sich bemüht, vor dem diesjährigen Haushalt mehr Ruhe und Ordnung hineinzubringen, nachdem die fiskalische Veranstaltung des Vorjahres von wochenlangen, destabilisierenden und oft irreführenden Spekulationen begleitet worden war.

Die Folgen von Konflikten im Nahen Osten und Europa treffen Länder weltweit und führen zu höheren Preisen an den Zapfsäulen und teureren Hypotheken zu Hause.

John Healey, Chancellor of the Exchequer, via BBC

Der Kanzler erklärte im Vorfeld der jährlichen Tagung des Internationalen Währungsfonds, dass Großbritannien und die Verbündeten diesen Herausforderungen gemeinsam begegnen könnten. Sein Haushalt werde auf diesem Ansatz aufbauen, wobei fiskalische Disziplin dazu beitragen solle, wirtschaftliche Widerstandskraft zu liefern und den Menschen Atempause zu verschaffen.

Iran War Puts Healey's Budget at Risk ⚠️

Finanzpolitischer Spielraum Schrumpft drastisch auf bis zu 20 Milliarden Pfund

Die global gestiegenen Finanzierungskosten haben den Spielraum der Regierung drastisch verringert. Das IFS warnte, dass die Staatskasse vor einer klaren Wahl stehe, ob sie große reale Kürzungen bei bestimmten öffentlichen Dienstleistungen tolerieren oder die Ausgaben um Dutzende Milliarden Pfund aufstocken müsse.

Tom Pope, leitender Ökonom beim Institute for Government, analysierte die Lage dahingehend, dass der Kanzler den Spielraum mittelfristig wohl leicht sinken lassen werde, um massiven Steuererhöhungen vorerst zu entgehen.

IFS warnt: Konflikt im Nahen Osten droht Healeys Haushalt
Foto: tradersunion.com

Steuererhöhungen bis zu 35 Milliarden Pfund zur Schließung der Haushaltslücke im Gespräch

Dies summiert den potenziellen Finanzierungsbedarf auf bis zu 35 Milliarden Pfund.

Ein Beibehalten der geerbten Pläne würde bedeuten, dass die Inflation die Budgetpläne der Ministerien entgleisen lässt. Zudem warnte Miller davor, versteckte Kürzungen einzupreisen, die der Kanzler ohnehin nicht umzusetzen gedenke, da dies den Haushaltsentwurf zu einem Fiktionswerk machen würde.

Finanzielle Kennzahl Betrag / Schätzung
Ursprünglicher Haushaltsspielraum £23.6 Milliarden ($31 Milliarden)
Plausibler aktueller Spielraum £20 Milliarden (Spanne: £10Mrd – £25Mrd)
Schuldenabbaus-Puffer (Frühjahr) £27.1 Milliarden
Gesamte geschätzte Haushaltslücke bis 2030-31 Bis zu £35 Milliarden

Kurzfristige Entlastungen und Beihilfen als Strategie gegen den Kostendruck

Um den Wählern in der aktuellen Krise zu helfen, plant das Schatzamt unterdessen zielgerichtete, zeitlich befristete Maßnahmen. Dazu gehören zusätzliche Unterstützungen für Energiekosten im Winter – etwa über das bestehende Programm des Warm Homes Discount – sowie mögliche temporäre Senkungen der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe und eine Verlängerung des Preisstopps für die Treibstoffsteuer.

Dennoch ermahnt das IFS die Regierung, dafür zu sorgen, dass ihre Ausgabenpläne glaubwürdig sind, anstatt unrealistische künftige Kürzungen vorzuschlagen, um die Zahlen passend zu machen. Das Treasury lehnte es erneut ab, sich zu Gerüchten zu äußern, betonte jedoch, dass der Kanzler darauf fokussiert sei, Haushalten und Unternehmen dort, wo es möglich ist, etwas Atempraum zu verschaffen.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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