Vier Menschen starben und rund 800.000 Haushalte in Florida, Alabama und Georgia blieben ohne Strom, nachdem Hurrikan Isaías als System der Kategorie 2 an der Golfküste der USA auf Land traf. Behörden warnten vor anhaltenden Überschwemmungen und Folgeschäden durch umgestürzte Bäume und abgerissene Stromleitungen.
Hurrikan Isaías trifft als Kategorie-2-Sturm auf die Golfküste von Florida
Der erste Hurrikan der atlantischen Saison 2026 erreichte am späten Freitagabend nahe Destin im US-Bundesstaat Florida das Festland. Mit maximalen anhaltenden Windgeschwindigkeiten von rund 169 Kilometern pro Stunde brachte das System heftige Regenfälle und Sturmböen in den Panhandle von Florida.
Während der Sturm im weiteren Verlauf über Nacht nach Alabama zog und sich zu einem posttropikalen Zyklon abschwächte, blieben die unmittelbaren Folgen gravierend. Geknickte Strommasten, entwurzelte Bäume und zerstörte Hausdächer prägten das Bild in den betroffenen Küstenorten. In Pensacola rissen die Winde das Dach eines Hotels ab und beschädigten den Flughafen.
Vier Todesfälle und massiver Stromausfall im Südosten der USA
Die Unwetterfront forderte nach Angaben von Behörden und lokalen Medien mindestens vier Menschenleben. In Florida und Alabama starben jeweils zwei Personen, in mehreren Fällen durch herabstürzende Bäume, die auf Wohnhäuser stürzten. So bestätigte Sheriff Chip Simmons aus dem Escambia County in Florida den Tod einer Frau nach dem Einsturz eines Baumes auf ihr Haus.
Im selben Bezirk verstarb ein Mann an einer Kohlenmonoxidvergiftung, weil ein Notstromaggregat in seiner Garage lief. Weitere Todesopfer wurden aus Alabama gemeldet, darunter ein tödlicher Verkehrsunfall im Barbour County im Zusammenhang mit einem umgestürzten Baum sowie ein Vorfall in Birmingham.

Die Stromversorgung brach in weiten Teilen der Region zusammen. Am Samstagmorgen verzeichneten Überwachungsdienste wie PowerOutage.us rund 800.000 betroffene Haushalte und Kunden in Florida, Alabama und Georgia, die ohne Elektrizität auskommen mussten. Energieversorger wie Alabama Power und Georgia Power schickten Reparaturmannschaften los, warnten jedoch vor schwierigen Arbeitsbedingungen durch umgestürzte Leitungen und Schlamm.
Rettungseinsätze, Evakuierungen und Notstandsmaßnahmen
Die Bundesstaaten Florida, Alabama und Georgia riefen bereits vor dem Eintreffen des Sturms den Notstand aus, um Bundesmittel und Hilfsgruppen zu aktivieren. Heimatschutzminister Markwayne Mullin teilte über den Kurznachrichtendienst X mit, dass entsprechende Dekrete genehmigt worden seien.
Floridas Gouverneur Ron DeSantis erklärte am Samstag, dass die Such- und Rettungseinheiten zwar zunächst wenige Notrufe direkt nach dem Landgang erhalten hätten, die Gefahr jedoch nicht vorüber sei. Die Überschwemmungsgeschichte ist noch nicht vorbei
, betonte er mit Blick auf den gesättigten Boden und nachfolgende Regenfälle.
Sie werden heute Morgen Einschätzungen vornehmen, und ich denke, das wird uns ein gutes Bild über die Zukunft der Schnelligkeit der Stromwiederherstellung geben.
Gouverneur Ron DeSantis, via Abc
Einsatzkräfte der Nationalgarde bewiesen in Florida ihren schnellen Einsatzwillen. Soldaten der Luftabwehrartillerie entdeckten ein in einem Straßengraben unter Wasser geratenes Fahrzeug und schwammen zu den Insassen, um sie aus der Gefahr zu retten.

Energiemarktreaktionen und parallele Hurrikan-Warnungen im Pazifik
Die Auswirkungen des Sturms reichten bis auf die Energiemärkte im Golf von Mexiko. Das US-Energieministerium kündigte an, bis zu vier Millionen Barrel Rohöl aus der nationalen strategischen Erdölreserve freizugeben, um Unterbrechungen der Treibstoffversorgung zu dämpfen und Raffineriebetriebe zu stützen.
Mit diesem Notfall-Tausch handelt das Energieministerium rasch, um den Betrieb der Raffinerien aufrechtzuerhalten, Versorgungsunterbrechungen bei Kraftstoffen zu begrenzen und sicherzustellen, dass amerikanische Familien und Unternehmen weiterhin Zugang zu erschwinglicher, zuverlässiger und sicherer Energie haben.
Chris Wright, Energieminister, via Aljazeera