Hertha BSC hat am sechsten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga einen 2:1 (1:1)-Auswärtssieg bei Dynamo Dresden gefeiert. Damit holten sich die Berliner laut der Sportschau die Tabellenführung vom 1. FC Nürnberg zurück und weisen nach sechs Siegen in sechs Spielen die optimale Ausbeute von 18 Punkten auf. Matchwinner im Rudolf-Harbig-Stadion vor 29.122 Zuschauern war Jon Dagur Thorsteinsson, der beide Treffer für die Gäste erzielte.
Hertha BSC gewinnt 2:1 in Dresden und verteidigt Tabellenführung
Frühe Führung für Dresden durch Ex-Hertha-Talent Covic
Die Gastgeber aus Dresden gingen in der 10. Minute durch den gebürtigen Berliner Patrice Covic in Führung. Der 19-Jährige, der als Leihspieler für Dynamo aufläuft und zuvor neun Jahre in der Jugend von Hertha BSC ausgebildet worden war, traf nach einem Doppelpass mit Vincent Vermeij aus zwölf Metern, wobei sein Schuss noch abgefälscht wurde. Dynamos Trainer Thomas Stamm hatte neben Covic für drei Zweitliga-Startelfdebüts gesorgt und auch Till Neininger sowie Simon Straudi in die erste Elf beordert. Hertha drängte danach auf den Ausgleich, während Vincent Vermeij in der 26. Minute eine dicke Chance für Dresden vergab.
Thorsteinsson dreht die Partie mit zwei Fernschüssen
In der 29. Minute gelang Jon Dagur Thorsteinsson der zu diesem Zeitpunkt leistungsgerechte Ausgleich für die Gäste, als er sich den Ball am Sechzehner auf den rechten Fuß legte und einen flachen Schuss in der linken unteren Ecke unterbrachte. Kurz vor dem Seitenwechsel verhinderte Simon Straudi mit einer Rettungsaktion kurz vor der Linie gegen Sebastian Grönning einen weiteren Berliner Treffer. Im zweiten Durchgang erhöhte Hertha den Druck. In der 53. Minute kam der eingewechselte Gustaf Nilsson nach einem Querpass von Oluwaseun Adewumi aus drei Metern frei zum Zug, setzte den Ball aber über die Querlatte. Wenig später jubelten die Gäste über einen vermeintlichen Kopfballtreffer von Adewumi nach einer Hereingabe von Josip Brekalo, doch der Videoassistent Patrick Hanslbauer intervenierte, weil der Ball an Adewumis linken Arm geprallt war, weshalb Schiedsrichter Christian Dingert das Tor annullierte. Schließlich sorgte Jon Dagur Thorsteinsson in der 80. Minute mit seinem zweiten sehenswerten Fernschuss aus 20 Metern für den 2:1-Endstand, da bei den zunehmend erschöpften Dresdnern die Kräfte schwanden.

Sicherheitsvorkehrungen und ruhiger Rahmen nach April-Vorkommnissen
Die Partie fand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen und nach großen Pufferzonen statt, nachdem es bei einem früheren Aufeinandertreffen am 4. April massive Ausschreitungen gegeben hatte, wie Sport1 berichtete. Weil die aktive Berliner Fanszene zu einem Boykott aufgerufen hatte und der Gästeblock nur zur Hälfte ausgelastet werden durfte, reisten laut fussballdaten.de etwa 700 Fans an, während die Sportschau von rund 7.000 anwesenden Hertha-Anhängern im Stadion sprach. Krawall und Chaos blieben während der von der Polizei mit einem Großaufgebot begleiteten Begegnung aus. Dynamo Dresden verbleibt nach der Niederlage mit vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.

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