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Technik und Wissenschaft

Haselmäuse gedeihen auf Killerton-Anwesen des National Trust

Auf dem Anwesen Killerton des National Trust in Devon verzeichnen Experten eine positive Entwicklung der Haselmaus-Bestände.

Während die Populationen im restlichen Vereinigten Königreich seit dem Jahr 2000 stark rückläufig sind, trotzen die Tiere auf dem Gelände dem nationalen Trend.

Verantwortlich für die stabile Entwicklung sind gezielte Habitat-Arbeiten sowie ein kontinuierliches Überwachungsprogramm. Auf dem gesamten Areal hat der Trust 100 Nistkästen installiert. In den Monaten zwischen April und Oktober wiegen und dokumentieren Ranger jede einzelne Maus. Laut Angaben der Organisation zeigt dieser Erfolg, dass ein gesunder, vielfältiger und gut vernetzter Lebensraum für die heimische Tierwelt geschaffen wurde.

Fi Hailstone, leitende Rangerin beim National Trust auf dem Killerton-Anwesen, erläutert die Hintergründe der positiven Bestandsentwicklung. Wegen eines starken Heckennetzwerks gelte die Region Devon als eine Art Rückzugsgebiet für die Tiere. Die Population zeige sich seit Beginn der Überwachung im Jahr 2018 stabil und breite sich mittlerweile auf neue Bereiche des Anwesens aus. Dies führen Verantwortliche auf vermehrte Pflanzungen von Hecken und Bäumen zurück.

Zu den wichtigsten Nahrungsquellen und Schutzräumen gehört laut Hailstone ausgerechnet die bei Gärtnern oft ungeliebte Brombeere. Sie biete im Frühjahr Blüten, liefere Beeren und schütze vor Fressfeinden. Um den Fortbestand der Tiere zu sichern, sei zudem ein positives Management bestehender Wälder essenziell.

Die Art People’s Trust for Endangered Species (PTES) gibt an, dass die britischen Bestände seit dem Jahr 2000 um mehr als zwei Drittel geschrumpft sind. Als Hauptursache für diesen Rückgang gelten zerserkelte Lebensräume.

Die typischerweise zwischen 20 und 40 Gramm schweren Nagetiere sollen in den kommenden Wochen genügend Gewicht ansetzen, um in den Winterschlaf zu gehen und die kalte Jahreszeit zu überstehen.

Experten weisen darauf hin, dass ungewöhnlich warmes Wetter die Tiere vorzeitig aufweckt, während nasse Frühjahre ihre Futtersuche erschweren. Wer im Winter dennoch eine Haselmaus entdeckt, wird gebeten, das Tier nicht anzufassen, sondern stattdessen den Tierschutzverein RSPCA oder eine lokale Auffangstation zu informieren.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.