Haselbilche verzeichnen auf dem Anwesen Killerton in Devon stabile Bestände und breiten sich entgegen dem landesweiten Trend weiter aus.
Wie Experten des National Trust mitteilten, tragen gezielte Habitat-Arbeiten und ein systematisches Überwachungsprogramm zu dieser positiven Entwicklung bei. Auf dem gesamten Gelände des National Trust in Killerton befinden sich 100 Nistkästen. Ranger erfassen und wiegen die Tiere im Zeitraum zwischen April und Oktober. Die Organisation wertet die fortwährende Ansiedlung in neuen Bereichen des Anwesens als Beleg für eine gelungene Gestaltung gesunder, vielseitiger und gut vernetzter Lebensräume.
Demgegenüber steht ein drastischer Rückgang im gesamten Vereinigten Königreich: Nach Angaben der Naturschutzorganisation People’s Trust for Endangered Species sind die Populationen dort seit dem Jahr 2000 um mehr als zwei Drittel eingebrochen. Als Hauptursache für diesen Negativtrend gilt die Fragmentierung der Lebensräume.

Die nachtaktiven und scheuen Nagetiere bringen üblicherweise ein Gewicht zwischen 20 und 40 Gramm auf die Waage. Vor dem bevorstehenden Winter hoffen die Verantwortlichen, dass die Tiere ausreichend Körpermasse zulegen, um die kommenden Wochen und die Winterruhe erfolgreich zu überstehen.
Fi Hailstone, Leitende Rangerin des National Trust in Killerton, erläuterte die Umwelteinflüsse: Höhere Temperaturen können die Tiere vorzeitig aus dem Winterschlaf schrecken, während nasse Frühjahre ihre Futtersuche erschweren. Aus diesem Grund sei ein widerstandsfähiges Ökosystem mit reichlich Unterschlupf, Buschwerk und Nahrungsangeboten von großer Bedeutung.
Dabei spielen insbesondere Brombeeren eine zentrale Rolle, die nicht nur Schutz vor Fressfeinden bieten, sondern im Frühjahr Nektarblüten und später Beeren liefern. Die Grafschaft Devon gilt nach Angaben von Hailstone als Rückzugsgebiet, da dort ein dichtes Heckennetzwerk existiert. Die kontinuierliche Beobachtung der Population erfolgt in Killerton bereits seit 2018.