Besucherandrang im Golden Gate Park: Das Hardly Strictly Bluegrass Festival in San Francisco musste am Samstag erstmals in seiner Geschichte alle Eingangstore für eine Stunde schließen, nachdem die Organisatoren den Park wegen massiven Andrangs als ausgelastet ansahen.
Erstmals seit Bestehen des traditionsreichen Musikfestivals griffen die Verantwortlichen zu drastischen Maßnahmen, um die Sicherheit auf dem Gelände zu gewährleisten.
Zuschauermengen und Bürgermeister-Einschätzung im Golden Gate Park
Genaue offizielle Schätzungen zur Gesamtkapazität oder den Besucherzahlen gibt die Festivalleitung grundsätzlich nicht heraus. Ein öffentlich geteiltes Instagram-Statement von San Franciscos Bürgermeister Daniel Lurie bezifferte den Andrang jedoch auf ein beachtliches Niveau: Rund 60.000 Menschen, die an diesem Wochenende im Golden Gate Park kostenlose Musik genießen
verzeichnete das Event nach Angaben des Stadtoberhaupts.
Mitarbeiter vor Ort beobachteten rund um den Osteingang des Parks Dutzende wartende Besucher, die auf Einlass hofften. Die Sperrung fiel zeitlich mit dem Ende des Auftritts von Gillian Welch und David Rawlings an der Banjo Stage gegen 17:00 Uhr zusammen. Zuvor waren nach Angaben von Merlis zwar schon einzelne Tore zeitweise temporär geschlossen worden, ein gleichzeitiger Totalverschluss aller Zugänge markierte jedoch ein absolutes Novum in der Geschichte der Musikveranstaltung.
Rilo Kiley und das sonnige Programm am San Francisco Festival
Für zusätzlichen Andrang und große Aufmerksamkeit sorgte ein kurzfristig angekündigter Auftritt: Die Indie-Rock-Band Rilo Kiley sprang als Headliner ein. Die Formation, die vor allem durch ihr aus den frühen 2000er Jahren stammendes Album Take Offs and Landings
aus dem Jahr 2002 bekannt ist, hatte sich nach einer langen Pause 2025 für eine Tournee wiedervereinigt. Sie besetzten am Samstag von 16:50 Uhr bis 17:55 Uhr die Towers of Gold Stage und ersetzten damit Alison Krauss, die ihre Teilnahme wegen notwendiger Stimmband-Schonung absagen musste.
Ob der Andrang gezielt auf diesen Überraschungsauftritt zurückzuführen war, ließ Festivalsprecher Merlis offen; er betonte, dass die großen Menschenmengen keinem einzelnen Konzert allein zuzuordnen seien. Für den darauffolgenden Sonntag gab Entwarnung: Wir gehen nicht davon aus, dass dies heute ein Problem sein wird,
erklärte Merlis mit Blick auf den weiteren Verlauf.
Das hochkarätig besetzte Programm lief unterdessen wie geplant weiter. Auf den Bühnen standen am Sonntag unter anderem die Americana-Größe Emmylou Harris, der frühere Led-Zep-Frontmann Robert Plant sowie die Bluegrass-Formation Punch Brothers.
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