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Unterhaltung

Hanni Vanhaiden ist mit 88 Jahren in Hamburg gestorben

Hanni Vanhaiden, die als erste deutsche Fernsehansagerin mit Brille auftrat und Millionen Zuschauer in den 1970er- und 1980er-Jahren begleitete, ist im Alter von 88 Jahren in Hamburg gestorben. Ihr Tod am 11. Oktober wurde durch eine späte Traueranzeige der Hinterbliebenen öffentlich gemacht.

Die deutsche Fernsehwelt trauert um eine ihrer markantesten Persönlichkeiten aus der Blütezeit des klassischen Rundfunks. Hanni Vanhaiden, deren charakteristischer Stil und vielseitiges Talent das Programm des Norddeutschen Rundfunks (NDR) über Jahrzehnte prägten, starb bereits am 11. Oktober in Hamburg. Die Nachricht von ihrem Tod wurde erst durch eine Traueranzeige von Familie und Freunden öffentlich bekannt, die im Hamburger Abendblatt und auf Online-Plattformen erschien. Darin nehmen ihre Angehörigen Abschied von einer Frau, die für Millionen Fernsehzuschauer über Jahrzehnte zum Alltag gehörte.

Vom Ballett der Hamburgischen Staatsoper zum NDR-Bildschirm

Bevor Vanhaiden zu einem der vertrauten Gesichter des deutschen Fernsehens wurde, stand sie auf einer ganz anderen Bühne. Mehr als zehn Jahre lang tanzte sie im Ballett der Hamburgischen Staatsoper. Dieser disziplinierte Hintergrund schuf das Fundament für eine außergewöhnlich facettenreiche Laufbahn, die sie später sowohl ins seriöse als auch ins komische Fernsehfach führte.

In den 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahren gehörte sie zu den legendären Ansagerinnen des NDR, die zwischen den regulären Sendungen durch das Programm führten. Vanhaiden war vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren eines der bekanntesten Gesichter des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Ihre weißblonden kurzen Haare und ihre auffällige Brille wurden zu ihrem unverwechselbaren Markenzeichen. Sie gilt als erste deutsche Fernsehansagerin, die mit einer Brille vor der Kamera auftrat. Ihre Popularität war so groß, dass Brillen in ihrem Stil zeitweise sogar als Hanni-Vanhaiden-Brillen bezeichnet wurden.

Erfolge bei Emm wie Meikel und im Tatort

Neben ihrer festen Präsenz im Ansagerinnen-Team war Vanhaiden in zahlreichen großen Unterhaltungsformaten der Bundesrepublik zu Gast. Sie trat in Sendungen wie der Rudi Carrell Show, Dalli Dalli und Disco auf. Auch als Schauspielerin hinterließ sie Spuren: Sie übernahm eine Rolle in einer Tatort-Folge.

Besonders in Erinnerung blieb Vanhaiden durch die ARD-Kindersendung Emm wie Meikel, in der sie an der Seite der Puppenfigur Meikel Katzengreis auftrat und Generationen von Kindern begeisterte. Später übernahm sie zudem die Moderation des ARD-Ratgeber: Technik. Mit dem schrittweisen Auslaufen der klassischen Fernsehansagen am Vorabend zog sie sich schließlich aus der Öffentlichkeit zurück.

WDR4-Facebook-Beitrag zeigt anhaltende Nostalgie

Die Erinnerung an ihre Bildschirmpräsenz erwies sich in den sozialen Netzwerken als überraschend lebendig. Mit jenem Facebook-Posting gratulierte WDR4 ihr im Juni zum Geburtstag – an 6.000 „Gefällt mir“-Angaben und hunderten Kommentaren zeigt sich, wie viele Hanni Vanhaiden nicht vergessen haben. „Ich kann mich noch sehr gut an sie erinnern“, heißt es in den Kommentaren, während ein anderer sie schlicht als „DAS TV-Idol meiner Kindheit“ bezeichnete.”””

Hanni Vanhaiden ist mit 88 Jahren in Hamburg gestorben
Foto: newslocker.com

Wir hatten eine fröhliche Zeit, der Tod trifft uns alle sehr.

Heidrun von Goessel, langjährige Kollegin, via Bild

Kollegin nimmt Abschied: Ihre langjährige Kollegin Heidrun von Goessel (81) zeigte sich gegenüber der Bild tief betroffen und erklärte dazu: „Wir hatten eine fröhliche Zeit, der Tod trifft uns alle sehr.“

Mit dem schrittweisen Ende der klassischen Fernsehansagen war es still um Vanhaiden geworden, doch ihre Prägung des Bildschirm-Alltags bleibt im kollektiven Gedächtnis verankert.

ARD Umschaltung nach Hamburg und Ansage Hanni Vanhaiden (30.01.1983)
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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