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Goldpreis bricht nach Warsh-Äußerungen zu Zinsen ein

Goldpreise brachen am Freitag um fast drei Prozent ein, nachdem der frühere Fed-Gouverneur Kevin Warsh erklärte, die US-Notenbank habe angesichts anhaltender Teuerung noch Arbeit vor sich. Die Äußerungen fachten die Erwartungen an mögliche Zinserhöhungen spürbar an und ließen den US-Dollar auf ein über einwöchiges Hoch steigen.

Die jüngste Rallye der Edelmetalle hat einen spürbaren Dämpfer erhalten. Nach starken Handelstagen zu Wochenbeginn, in denen die Kurse noch deutliche Gewinne verzeichneten, gerieten die Notierungen am Freitag massiv unter Druck. Auslöser waren Äußerungen des früheren Federal-Reserve-Gouverneurs Kevin Warsh zum Inflationsdruck im Rahmen des Jackson-Hole-Symposiums.

Einbruch nach klaren Worten aus der Notenbank

Der Spotpreis für Gold gab um 2,75 Prozent auf 4.474,45 US-Dollar je Unze nach. Noch drastischer fiel der Rückgang bei den Terminmärkten aus: Die US-Goldfutures für Dezember schlossen 3 Prozent tiefer bei 4.524,10 US-Dollar, wie Berichte von CNBC zeigen. Damit gab das Edelmetall einen Großteil der Gewinne aus den Tagen zuvor wieder ab, nachdem das Metalldabei zuvor am Dienstag ein mehr als dreimonatiges Hoch von 4.696,18 US-Dollar erreicht hatte, aufbauend auf einer Rallye infolge der Ankündigung von Unterstützungsmaßnahmen für langlaufende Anleihen durch das US-Finanzministerium in der Vorwoche.

Gold prices reversed course and fell on Friday, as traders increased bets on an interest rate hike after Federal Reserve Chairman Kevin Warsh’s remarks on curbing inflationary pressure.

Veränderte Zinserwartungen belasten zinslose Anlagen

Hintergrund des Kursrutsches ist die Neubewertung der US-Geldpolitik durch die Anleger. Während die Märkte zuvor noch auf eine ruhigere Phase gehofft hatten, interpretierten Händler Warshs Aussagen als Signal, dass die Federal Reserve möglicherweise die Zinsen anheben muss, um die Teuerung einzufangen. Konkret erklärte der Notenbankvertreter, die Währungshüter hätten noch „work to do“, sofern sie nicht über ausreichend Zuversicht verfügen, dass die Kerninflation wieder Kurs auf das Zwei-Prozent-Ziel nimmt.”

Traders added to bets on a September rate hike after Warsh said the Fed will have work to do if policymakers are not confident that underlying inflation is returning to its 2% target, marking the closest he has come to acknowledging interest rate hikes may be needed to ease price pressures.

Die Folgen blieben an den Terminmärkten nicht aus. Laut dem CME FedWatch Tool stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September sprunghaft an. Rechneten Händler zuvor noch zu 36 Prozent mit diesem Schritt, liegt die Wahrscheinlichkeit laut den aktuellen Daten nun bei 56 Prozent. Für die Dezember-Sitzung preisen die Märkte sogar eine Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent für einen Zinsschritt ein.

Stabilisierung zwischen Kursverlusten und Marktvolatilität

Nach dem scharfen Abverkauf hat sich das Edelmetall inzwischen in einer Spanne zwischen 4.455 und 4.615 US-Dollar eingependelt. Frühere Notierungen aus dem August, die noch über der Marke von 4.700 US-Dollar lagen, sind damit vorerst in weiter Ferne.

Goldpreis bricht nach Warsh-Äußerungen zu Zinsen ein
Photo: cnbc.com

Current market pricing suggests skepticism about gold reaching $15,000 by December, with only a 1% chance for that outcome.

Parallel dazu kletterte der US-Dollar auf ein über einwöchiges Hoch. Eine stärkere US-Währung verteuert Rohstoffe wie Gold für Käufer außerhalb des Dollarraumes zusätzlich, was den Abwärtsdruck verstärkte. Ob sich die Kurse dauerhaft auf dem aktuellen Niveau halten können oder ob weitere Zinssignale der Federal Reserve neue Bewegungen auslösen, hängt nun vor allem von den kommenden Konjunkturdaten und den nächsten offiziellen Verlautbarungen ab.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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