Nach Berichten von Blick stehen 44 Dschihadisten unter der Beobachtung der Geheimdienste. Die größte Bedrohung wird dabei in Einzelpersonen gesehen, wie etwa dem Attentäter von Winterthur. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage in Deutschland, die auch Warnungen vor iranischen Vergeltungsmaßnahmen umfasst.
## Überwachung von 44 Dschihadisten
Die Nachrichtendienste haben aktuell 44 Dschihadisten im Visier, wie aus einer Berichterstattung von Blick hervorgeht. Die Sicherheitsbehörden sehen die größte Gefahr in der Radikalisierung von Einzelpersonen. Als konkretes Beispiel wird der Attentäter von Winterthur angeführt, was die Bedeutung der Überwachung einzelner Akteure unterstreicht.
## Sicherheitsrisiken durch iranische Akteure
Parallel zur Bedrohung durch dschihadistische Gruppen wächst die Sorge vor staatlichen Akteuren. Seit den Bombardements der USA und Israels auf den Iran besteht die Befürchtung von Vergeltungsaktionen in Deutschland, berichtet DW. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bezeichnete die Lage als
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abstrakte Gefährdung.
Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister
Er erklärte, dass die Sicherheitsbehörden die Lage im Blick hätten, es jedoch keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge gebe.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnte vor möglichen Racheakten. Das Amt sieht jüdische Einrichtungen des öffentlichen Lebens, wie Schulen oder Synagogen, als mögliche Angriffsziele. Diplomatische Vertretungen und militärische Standorte könnten ebenfalls ins Visier geraten.
## Gefährdung der iranischen Opposition
Iranische Geheimdienste zielen laut Erkenntnissen des Verfassungsschutzes auch auf Oppositionelle ab, die in Deutschland leben. Diese werden laut BfV bereits seit Jahrzehnten beobachtet, bedroht oder entführt.
Der Fall des Deutsch-Iraners Djamshid Sharmahd verdeutlicht die Tragweite dieser Bedrohung. Sharmahd wurde 2020 auf einer Reise in ein Nachbarland Irans verschleppt. Während zunächst über seine Hinrichtung vier Jahre später berichtet wurde, hieß es später, er sei kurz vor der geplanten Hinrichtung gestorben. Mit der Eskalation des Krieges besteht die Sorge, dass die Gefahr nun auch auf Menschen ohne direkten Iran-Bezug übergeht.