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Unternehmen

For Wall Street, the Only Thing Worse Than SpaceX Flopping Is Missing Out

SpaceX plant seinen Börsengang für den 12. Juni 2026 mit einer angestrebten Bewertung von bis zu 2 Billionen US-Dollar. Das Unternehmen von Elon Musk will rund 75 Milliarden US-Dollar einsammeln und könnte damit den größten Börsengang der Geschichte realisieren, während Analysten vor einer massiven Überbewertung warnen.

Die Erwartungen an den Markteintritt von SpaceX sind gigantisch, getrieben von der Kombination aus Raumfahrt-Dominanz und Künstlicher Intelligenz. Durch geänderte Regeln an der Nasdaq-Börse könnte das Unternehmen bereits nach 15 Handelstagen in den prestigeträchtigen Nasdaq-100 aufgenommen werden. Doch hinter dem Hype verbirgt sich eine finanzielle Diskrepanz, die bei genauerem Hinsehen Fragen zur Nachhaltigkeit aufwirft.

Die Diskrepanz zwischen Bewertung und Umsatz

Die Diskrepanz zwischen Bewertung und Umsatz
Flopping Is Missing Out Dollar
Die angestrebte Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar wirkt auf den ersten Blick astronomisch, doch die Fundamentaldaten zeichnen ein fragiles Bild. Im Jahr 2025 generierte SpaceX konsolidierte Umsätze in Höhe von 18,67 Milliarden US-Dollar. Setzt man dies ins Verhältnis zur gewünschten Bewertung, ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von fast 94. Selbst bei einer konservativeren Marktkapitalisierung von 1,5 Billionen US-Dollar auf privaten Handelsplattformen läge das KUV immer noch über 80, wie fool.com berichtet. Historisch gesehen ist ein solches Niveau kaum haltbar. Unternehmen an der Spitze technologischer Revolutionen der letzten drei Jahrzehnte erreichten in der Regel ein KUV zwischen 30 und 45. Ein Wert von 94 sprengt jeden historischen Rahmen und lässt wenig Raum für Fehler oder eine Verlangsamung des Wachstums.

Starlink als profitabler Anker

Starlink als profitabler Anker
cluster (priority): benzinga.com
Während die Gesamtbewertung debattiert wird, bleibt Starlink das operative Herzstück. Mit fast 10.300 Satelliten im Orbit und rund 9 Millionen Nutzern weltweit hat der Satelliten-Internetdienst eine globale Skalierung erreicht. Laut Benzinga belief sich der Umsatz in diesem Bereich im vergangenen Jahr auf etwa 11,4 Milliarden US-Dollar, wobei das Geschäft durch sehr hohe Gewinnmargen besticht. Die Strategie von Musk geht jedoch über die reine Konnektivität hinaus. SpaceX plant den Bau von Rechenzentren im Weltraum, um KI-Unternehmen eine neue Infrastruktur zu bieten. Damit transformiert sich das Unternehmen von einer reinen Raketenfirma zu einem integrierten Technologiegiganten für Raumfahrt, Internet und KI.

Die Schwäche von xAI im KI-Wettlauf

The Only Thing Worse Than Failure… Is Quitting
Die Integration von xAI in das SpaceX-Ökosystem sollte den Bewertungsdruck rechtfertigen, doch die Zahlen aus dem Prospekt offenbaren eine gefährliche Lücke zur Konkurrenz. Während xAI einen adressierbaren Markt von 26,5 Billionen US-Dollar beansprucht, hinkt das operative Wachstum hinter den Marktführern hinterher.
Kennzahl (Q1) xAI (SpaceX) Anthropic (Vergleich)
Umsatz 818 Millionen $ 4,8 Milliarden $
Wachstumsrate +12,5 % (zum Vorjahr) Dreistellige sequentielle Steigerung
Verluste / Ausblick 2,5 Milliarden $ Verlust Kurs auf 10,9 Mrd. $ (Q2)
Besonders kritisch ist die Abhängigkeit von Partnerschaften. SpaceX und Anthropic vereinbarten eine Compute-Partnerschaft, bei der Anthropic monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar an SpaceX zahlt. Diese Einnahmequelle ist jedoch volatil, da die Vereinbarung mit einer Frist von nur 90 Tagen gekündigt werden kann. Zudem belaufen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten von xAI auf massive 2,4 Milliarden US-Dollar pro Quartal.

Wall Street zwischen Gier und Risiko

Wall Street zwischen Gier und Risiko
cluster (priority): fool.com
Trotz der fundamentalen Warnsignale ist das Interesse der institutionellen Anleger ungebrochen. BlackRock erwägt ein Investment zwischen 5 und 10 Milliarden US-Dollar. Für frühe Geldgeber wie D1 Capital Partners, die bereits 2020 bei einer Bewertung von 36 Milliarden US-Dollar eingestiegen sind, könnte der Börsengang Gewinne in Höhe von fast 20 Milliarden US-Dollar generieren. Auch die Investmentbanken profitieren massiv. Morgan Stanley, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup begleiten den Deal. Bei einem geplanten Kapitalaufkommen von 75 Milliarden US-Dollar könnten die Banken allein durch Gebühren nahezu 1 Milliard US-Dollar verdienen. Doch die Geschichte warnt vor einer zu euphorischen Preisgestaltung. Der IPO-Experte Jay Ritter weist darauf hin, dass große Börsengänge oft unterperformen, da die extrem hohen Anfangsbewertungen es der Aktie erschweren, nach dem Debüt weiter schnell zu steigen, wie aus Analysen von Benzinga hervorgeht. Für SpaceX bedeutet dies: Der Erfolg am 12. Juni wird nicht an der Höhe des eingesammelten Kapitals gemessen, sondern an der Fähigkeit, die enorme Erwartungshaltung an das KUV-Verhältnis durch echtes, beschleunigtes Wachstum in der KI-Sparte zu rechtfertigen. Ohne eine drastische Steigerung der xAI-Umsätze riskiert die Aktie eine harte Landung, sobald die erste Euphorie verfliegt.
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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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