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Sport

Fifa-WM 2026: Uruguay spielt gegen Saudi-Arabien nur unentschieden

Uruguay spielte am 16. Juni 2026 im Hard Rock Stadium in Miami gegen Saudi-Arabien 1:1 unentschieden. Der zweimalige Weltmeister startete damit schwach in die Gruppenphase der WM 2026, nachdem Abdulelah al-Amri in Führung ging und Maxi Araújo erst in der 80. Minute den Ausgleich erzielte.

Musleras Patzer und die Hitze von Miami

Musleras Patzer und die Hitze von Miami
Photo: T-Online
Bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius entwickelte sich die Partie zunächst zäh. Beide Mannschaften schienen ihre Kräfte einzuteilen, was zu einem schleppenden Spieltempo führte. Laut Zeit.de war Uruguay vor allem in der ersten Halbzeit schwach und konnte seine Rolle als Mitfavorit in der Gruppe H nicht ausfüllen. Die Saudi-Arabier, angeführt von Schlüsselspieler Salem al-Dawsari, nutzten eine Drangphase kurz vor der Pause. Fernando Muslera, der an diesem Dienstag seinen 40. Geburtstag feierte und bei seiner fünften WM dabei ist, zeigte zunächst einen starken Reflex bei einem ersten Versuch von Al-Amri in der 37. Minute. Kurz darauf unterlief dem Torhüter jedoch ein folgenschwerer Fehler. Er ließ einen Kopfballaufsetzer nach vorne abprallen, was Abdulelah al-Amri in der 41. Minute eiskalt zum 1:0 ausnutzte. Die Defensive Uruguays wirkte in dieser Phase ungeordnet. Wie T-Online berichtet, wurden die „Grünen Falken“ immer mutiger und suchten aktiv nach Chancen in der Offensive, während Uruguay kaum gefährlich wurde. Ein Flugkopfball von Federico Viñas wurde acht Minuten vor dem Gegentor noch vom saudischen Torhüter Mohammed al-Owais pariert.

Bielsas taktische Korrektur nach der Pause

Bielsas taktische Korrektur nach der Pause
Photo: BILD
Trainer Marcelo Bielsa reagierte auf den Rückstand und die mangelnde Dynamik mit einem Doppelwechsel zur Halbzeit. Federico Viñas und Darwin Núñez blieben in der Kabine. Besonders bemerkenswert ist die Situation um Núñez: Der ehemalige Liverpool-Stürmer ist mittlerweile beim saudischen Club Al-Hilal unter Vertrag und trat somit gegen seine neuen Teamkollegen an. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Gesicht der Partie. Uruguay agierte deutlich druckvoller und zielstrebiger. Manuel Ugarte traf in der 60. Minute den Pfosten, während Mohammed al-Owais die saudische Mannschaft mit mehreren starken Paraden vor einem frühen Ausgleich bewahrte. Trotz der Dominanz blieb die Chancenverwertung ein Problem. Bielsa kritisierte die erste Halbzeit nach dem Spiel deutlich. „Heute hätten wir gewinnen müssen, wir haben es nicht gemacht. In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft nicht mit Tempo gespielt, keine Fehler provoziert, keine Tiefe gehabt.“ Marcelo Bielsa, Nationaltrainer von Uruguay, via Web.de Bezüglich der vergebenen Torchancen in der zweiten Hälfte zeigte sich der 70-Jährige jedoch versöhnlicher und betonte, dass dies „Teil des Spiel“ sei.

Die kuriose Auswechslung von Maxi Araújo

FIFA World Cup 2026: Miami Stadium to host Saudi Arabia vs. Uruguay
Der verdiente Ausgleich gelang Uruguay schließlich in der 80. Minute. Maxi Araújo nutzte einen Abstauber, nachdem Al-Owais einen Kopfball abgewehrt hatte, und rettete La Celeste einen Punkt. Unmittelbar nach dem Tor folgte eine Entscheidung, die für Verwirrung sorgte. Wie BILD berichtet, wechselte Bielsa den Torschützen Araújo sofort aus und brachte Brian Rodriguez ins Spiel. Die genauen Hintergründe für diesen ungewöhnlichen Vorgang blieben zunächst unklar. Auch die Rolle von Fede Valverde entsprach nicht den Erwartungen. Der Real-Madrid-Star sollte laut taktischem Plan über die rechte Mittelfeldseite Akzente setzen, zog es jedoch aufgrund der geringen Einbindung im Außenbereich immer wieder in die Mitte.

Die Lage in Gruppe H

Das Ergebnis hinterlässt Uruguay in einer prekären Situation, da auch der andere Favorit der Gruppe H, Spanien, einen schwierigen Start hinlegte. Die Europameister patzten mit einem 0:0 gegen den WM-Debütanten Kap Verde. Die aktuelle Tabellensituation der Gruppe H nach dem ersten Spieltag zeigt ein offenes Feld:
Mannschaft Ergebnis Punkte
Saudi-Arabien 1:1 gegen Uruguay 1
Uruguay 1:1 gegen Saudi-Arabien 1
Spanien 0:0 gegen Kap Verde 1
Kap Verde 0:0 gegen Spanien 1
Für Saudi-Arabien und Trainer Georgios Donis bleibt nach diesem Remis alles möglich. Die „Grünen Falken“ bewiesen eine mentale Stärke, die an ihren Erfolg von 2022 gegen Argentinien erinnert. Die kommenden Begegnungen werden nun entscheidend für das Weiterkommen sein. Saudi-Arabien trifft am kommenden Sonntag gegen Spanien an. Uruguay hingegen muss in der Nacht zu Montag gegen Kap Verde beweisen, dass die Leistungssteigerung aus der zweiten Halbzeit gegen Saudi-Arabien kein Zufall war, sondern dauerhaft abgerufen werden kann.

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Die Lage in Gruppe H
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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