Europa kämpft um den Anschluss im globalen Batteriemarkt und setzt dabei vermehrt auf spezialisierte Innovationen in der Lieferkette. Während große Batteriefabriken im Zentrum der Diskussion stehen, sehen Experten den echten Standortvorteil des Kontinents möglicherweise in hochkomplexen Nischentechnologien statt im reinen Massenproduktionsrennen.
Europas Batteriewende zwischen Gigafactories und Nischentechnologie
Die europäischen Bemühungen zur Gestaltung einer wettbewerbsfähigen Batteriewirtschaft durchlaufen eine kritische Phase. Weder LeydenJar noch Powall versuchen, eine gesamte Batterie zu bauen, und beide unterhalten kommerzielle Beziehungen mit Kunden in Asia. Während die Debatte häufig um den Bau von riesigen Batteriefabriken kreist, weisen Branchenvertreter darauf hin, dass die Stärken des Kontinents an einem ganz anderen Ende der Skala liegen könnten. Kleine technologische Veränderungen können in der jungen und expandierenden Branche große Wirkung erzielen, wie Branchenbeobachter und Technologie-Anbieter betonen.
Unternehmen konzentrieren sich gezielt darauf, essenzielle Schritte in der Lieferkette zu besetzen, anstatt die gesamte Batterieproduktion zu dominieren. Christian Rood von LeydenJar sagt, dass Unternehmen wie sein Cеi ein Unternehmen fortify Europe’s position in what has become a global contest. Dieser Ansatz erinnert an die Rolle von ASML in der Halbleiterindustrie, wo [Dutch tech giant] ASML is not producing chips; it focuses on a critical step in the production of chips, and in that way, has a seat at the table when it comes to the whole semiconductor battle. Auch in der Batteriefertigung wird angestrebt, eine solch unersetzliche Stellung einzunehmen, with Rood noting: This is our ambition as well – to have a position where our battery anode is so unique that we have an important position in the supply chain.
„The easy comparison is with semiconductors, where there’s really a race for the best chip technology.“
Christian Rood, LeydenJar
Regulatorischer Rahmen und das EU-Batteriegesetz von 2020
Die Europäische Kommission treibt derweil die rechtlichen Grundlagen für den Sektor voran. Der Branchenverband RECHARGE hat den Vorschlag für eine umfassende EU-Batterieverordnung (RECHARGE Assessment of European Commission Proposal for Batteries Regulation 2020/353) begrüßt, die als der nächste Schritt in delivering on the 2018 Strategic Action Plan on Batteries dient. Das Regelwerk soll den aktuellen Marktstrukturen und unterschiedlichen Batteriechemien Rechnung tragen.
Zu den Kernpunkten der vorgeschlagenen Verordnung gehören neue Nachhaltigkeitssäulen, darunter die Berechnung und Offenlegung des CO2-Fußabdrucks für Elektrofahrzeugbatterien sowie certain rechargeable industrial batteries, die mandatory setup of supply chain due diligence programs on corporate social responsibility performance, die creation of an electronic battery passport, und the introduction of a green public procurement mechanism. Dennoch warnt der Verband vor bürokratischen Hürden. Ohne eine sorgfältige Harmonisierung und realistische Übergangsfristen für die Produktionslinien drohten kritische Überschneidungen die Effektivität des Gesetzes zu gefährden, as the proposal does not fully meet its objective of creating a future-proof legislative framework due to a high level of complexity and critical overlaps.
Finanzierungshürden und Risikobereitschaft im europäischen Vergleich
Trotz technologischer Fortschritte stehen spezialisierte Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen bei der Kapitalbeschaffung. LeydenJar has already reached commercial scale, but Rood says that raising funds within Europe is not always easy. Laut Branchenangaben unterscheidet sich die Risikobereitschaft von Investoren in Europa deutlich von der in Asien oder den Vereinigten Staaten.
Unternehmen müssen deshalb auf einen komplexen Mix aus unterschiedlichen Finanzierungsquellen gleichzeitig zurückgreifen. Dazu gehören government grants, debt financing, help from the European Investment Bank und investors willing to buy a share of the business, die jedoch strenge Prüfungen und Bedingungen voraussetzen.
„They set a lot of challenging conditions, and they all want to do their own due diligence. It’s hard work,“
Christian Rood, LeydenJar
Powall’s Colen describes Europe, and the Netherlands in particular, as an innovation powerhouse
, noting that battery technology offers a chance for the continent to make an impact, provided the appetite for the risk is there in a relatively young industry where factories are being built left, right and centre searching for the right tech.
Wettbewerb und globale Marktdynamik
Der internationale Wettbewerb im Technologiesektor bleibt intensiv. Alexander Brown, a senior analyst at the Berlin-based independent think-tank the Mercator Institute for China Studies (Merics), points out that while having one part of the supply chain based in Europe is great for high margins, China in particular will continue to work to reduce its dependence on other regions, working very hard to develop local alternatives for technologies, including these niche technologies. As Brown notes, it’s not unforeseeable that they will achieve that goal eventually.
Dennoch behält Europa den Vorteil, traditionell hochwertige und ausgereifte Produkte herzustellen, die weltweit Abnehmer finden. Ob diese Strategie allein ausreicht, um im globalen Technologiewettlauf langfristig zu bestehen, hängt maßgeblich davon ab, wie konsequent politische Entscheidungsträger und Investoren den Mut zu technologischem Risiko aufbringen.
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