Zum Inhalt springen
Nachrichten

Emmenbrücke: 24-Jähriger raste mit 100 km/h durch Tempo-30-Zone

Ein 24-jähriger Autofahrer ist in Emmenbrücke mit netto 100 Stundenkilometern durch eine Tempo-30-Zone gerauscht. Die Luzerner Polizei konnte den Lenker nachträglich ermitteln und ihm den Führerausweis abnehmen.

Raserfahrt auf der Haldenstrasse in Emmenbrücke

Auf der Haldenstrasse im Emmer Ortsteil Emmenbrücke hat ein Autofahrer in den frühen Morgenstunden des 4. Oktober 2026 die zulässige Höchstgeschwindigkeit massiv überschritten. Eine Geschwindigkeitsmessanlage erfasste das Fahrzeug gegen 2.40 Uhr im Quartier. Statt der dort vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer raste der Wagen mit einer Nettogeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern durch die Strasse.

Bei dem Messwert handelt es sich bereits um die Geschwindigkeit nach Abzug der gesetzlichen Toleranz. Der Lenker passierte den Blitzer somit mit mehr als dem Dreifachen des erlaubten Tempos und überschritt das Limit um netto 70 Stundenkilometer.

Ermittlung durch die Luzerner Polizei und Führerausweisentzug

Die Luzerner Polizei konnte den verantwortlichen Fahrer im Nachgang ermitteln. Am Steuer sass ein 24-jähriger Mann aus Bosnien und Herzegowina. Die Beamten nahmen dem Beschuldigten den Führerausweis umgehend ab. Bis zu einem Entscheid des zuständigen Strassenverkehrsamts darf er kein Motorfahrzeug mehr lenken.

In der Nacht zum Sonntag fuhr ein Autofahrer mit 100 km/h auf der Haldenstrasse in Emmenbrücke, obwohl dort nur 30 km/h
Foto: Watson

Die massiv überhöhte Geschwindigkeit hat strafrechtliche Konsequenzen. Der Vorfall erfüllt die Kriterien des Schweizer Rasertatbestands, der unter anderem dann greift, wenn ein Lenker in einer Tempo-30-Zone die Höchstgeschwindigkeit um mindestens 40 Stundenkilometer überschreitet. Der 24-Jährige wird wegen qualifiziert grober Geschwindigkeitsüberschreitung angezeigt. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Emmen.

Häufigkeit von Raserdelikten im Kanton Luzern

Delikte dieser Art sind im Kanton Luzern keine Seltenheit. Im Jahr 2025 registrierte die Luzerner Polizei im Durchschnitt etwa einen Raserfall pro Woche, im Jahr davor waren es 44 Fälle gewesen. Im Geschäftsbericht verwies die Polizei zudem darauf, dass insbesondere ausländische Fahrzeuglenkende mit massiv überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn A2 unterwegs waren.

Wie lange der Führerausweis im aktuellen Fall entzogen bleibt, steht noch nicht fest. Das Strassenverkehrsamt wird darüber nach Abschluss der Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft entscheiden.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.