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Sport

Eintracht Frankfurt: Joti Chatzialexiou wird Topkandidat

Eintracht Frankfurt ordnet seine sportliche Führung nach der Trennung von Markus Krösche neu, nachdem der Schweizer Topkandidat Christoph Spycher den Bundesligisten abgesagt hat. Nun gilt Joti Chatzialexiou als aussichtsreichster Favorit auf den Posten des Sportvorstands bei den Hessen.

Die Suche nach einem Nachfolger für den im Oktober freigestellten Sportvorstand Markus Krösche bei Eintracht Frankfurt hat eine entscheidende Wendung genommen. Christoph Spycher wird den BSC Young Boys nicht verlassen. Der 48-jährige Schweizer, der als Spieler eine prägende Vergangenheit am Main hatte und in Bern als Chief Sports den erfolgreichsten Klub der Schweiz aufgebaut hat, stand zunächst ganz oben auf dem Wunschzettel der Hessen.

Nach intensiven Gesprächen und einer längeren Bedenkzeit entschied sich Spycher jedoch gegen den Schritt in die Bundesliga. Ausschlaggebend für die Absage waren vor allem Bedenken hinsichtlich des enormen Dauerstresses in der medial stark beanspruchten Bundesliga sowie die familiäre Situation. Zudem hätte der Schweizer einen Aktienanteil von knapp zehn Prozent an den Young Boys abstossen müssen. Damit ist die Personalie Spycher endgültig vom Tisch.

Joti chatzialexiou fc nurnberg
Foto: Transfermarkt

Joti Chatzialexiou übernimmt die Favouritenrolle

Mit der Absage des Wunschkandidaten rückt ein anderer Name in den Fokus. Wie unter anderem SPORT1 und die Hessenschau übereinstimmend berichten, gilt nun Joti Chatzialexiou als absoluter Topkandidat auf das freie Amt. Der 50-jährige gebürtige Frankfurter steht aktuell beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg als Sportvorstand unter Vertrag.

Der bisherige Sportvorstand Markus Krösche war am 18. Oktober auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden. Sein bis Sommer 2028 laufender Vertrag besteht angepasst fort. Christoph Spycher war von 2005 bis 2010 selbst Spieler für die Eintracht, ehe er zu den Young Boys nach Bern wechselte und dort nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn im Management fortfuhr und dem Verwaltungsrat angehörte. In Bern holte er als Chief Sports ab 2018 sechs Meistertitel, zwei Cupsiege und vier Teilnahmen an der Champions League. Nach Angaben von Transfer-Experte Florian Plettenberg gab es Gespräche, aber der Deal war noch nicht zu. Plettenberg erklärte dazu: „Es gab Gespräche, aber der Deal war noch nicht zu. Fakt ist: Christoph Spycher wird nicht zu Eintracht Frankfurt wechseln. Auch Sky-Experte Florian Plettenberg äußerte sich dazu mit den Worten: „Der Schweizer war zwischenzeitlich der Top-Kandidat für die Krösche-Nachfolge, spielt in den aktuellen Überlegungen jedoch keine Rolle mehr. Diese Entscheidung steht.

Joti Chatzialexiou stand seit 2024 beim Zweitliga-Zweiten 1. FC Nürnberg als Sportvorstand unter Vertrag und war zuvor von 2001 bis 2008 als Jugendtrainer bei der Eintracht angestellt. Zu seiner Person äußerte sich der Manager mit den Worten: „Es ist daher kein Thema, mit dem ich mich derzeit befasst, der Fokus liegt auf dem FCN.“ Neben ihm gilt Marcel Schäfer, der Geschäftsführer Sport von RB Leipzig, als ernstzunehmender Kandidat, wobei laut Medienberichten bislang kein Kontakt seitens der Eintracht zu Schäfer aufgenommen wurde. Chatzialexiou hinterließ in Nürnberg zudem starker Eindruck mit der Kaderzusammenstellung des FCN, dessen Wert seit seiner Ankunft um 76,1 Prozent von 36,28 Millionen auf 63,88 Millionen Euro kletterte.”

Chatzialexiou bringt eine fundierte DFB-Vergangenheit sowie frühere Stationen als Jugendtrainer bei der Eintracht mit. Vorstandschef Axel Hellmann und der Aufsichtsrat haben bereits konkrete Gespräche mit ihm geführt. Neben ihm wird weiterhin Marcel Schäfer, der Geschäftsführer Sport von RB Leipzig, im engen Kreis der Kandidaten gehandelt.

Zwischen Christoph Sypcher, Chief Sports von YB, und Eintracht Frankfurt ist es nicht zu einer Einigung gekommen
Foto: Blick

Timmo Hardungs Zukunft am Main

Die Umstrukturierung der sportlichen Führung betrifft direkt auch Sportdirektor Timmo Hardung, dessen Vertrag noch bis Sommer 2028 läuft. Nach Angaben von N Tv wird Hardung im Verein hoch geschätzt. Sein aktueller Fokus liegt voll und ganz auf der Vorbereitung des kommenden Wintertransferfensters. Wie es für ihn langfristig weitergeht, hängt jedoch massgeblich vom künftigen Krösche-Nachfolger ab.

Timmo Hardung arbeitet seit Juni 2021 in Frankfurt, leitete zunächst die Lizenzspielerabteilung und rückte im Juli 2023 zum Sportdirektor auf, ehe im August 2025 sein Vertrag vorzeitig verlängert wurde. Zuvor war er von 2015 bis 2019 Teammanager bei der TSG Hoffenheim und leitete anschließend für zwei Jahre den Lizenzspielerbereich von RB Leipzig. Zu den weiteren im Vorfeld gehandelten Kandidaten zählten eher lose der Hoffenheimer Sportchef Andreas Schicker, Benjamin Weber vom FC Augsburg sowie der frühere Münchner Marco Neppe vom Paris FC.

Während der Übergangszeit führt Vorstandsprecher Axel Hellmann die sportlichen Geschäfte interimsmässig weiter.

Eintracht Frankfurt: Joti Chatzialexiou wird Topkandidat
Foto: SPORT1
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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