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Sport

Eintracht Frankfurt beendet Heimflaute durch Sieg gegen 1. FC Köln

Younes Ebnoutalib hat Eintracht Frankfurt am 16. Oktober 2026 mit seinem Tor in der 77. Minute zu einem 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln geschossen. Damit beendete die Eintracht zum Auftakt des sechsten Bundesliga-Spieltags eine siebenmonatige Heimflaute im Waldstadion und zeigte eine schnelle Reaktion auf das vorangegangene Debakel.

Die Erleichterung im Frankfurter Lager war nach dem Schlusspfiff vor 59.600 Zuschauern greifbar. Trainer Adi Hütter musste vor dem Duell mit personellen Fragezeichen und der anhaltenden Diskussion um die Defensive umgehen, nachdem die Hessen in den ersten fünf Partien bereits 16 Gegentore hinnehmen mussten. Die Frankfurter standen nach dem Leipzig-Debakel enorm unter Druck, die letzte sieglose Heimserie im Waldstadion hatte seit März 2026 angedauert.

Frühe Chancen und ein starker Noah Atubolu im Tor

Das Traditionsduell am Freitagabend begann intensiv. Schon nach 40 Sekunden war Jubilar Noah Atubolu im Frankfurter Tor gefordert, der in dieser Partie sein 100. Bundesliga-Spiel absolvierte. Der 24-Jährige, der im Sommer vom SC Freiburg an den Main gewechselt war, entschärfte einen Schuss von Kölns Stürmer Marius Bülter und bewies im weiteren Verlauf starke Strafraumbeherrschung. Auf der Gegenseite übernahm die SGE nach dem frühen Schreckmoment das Kommando und erarbeitete sich Möglichkeiten. Stürmer Younes Ebnoutalib in der 3. Minute sowie Farès Chaïbi in der 9. Minute vergaben die ersten Tormöglichkeiten im Strafraum für die Hessen, während Mario Götze im Zentrum den Vorzug erhielt, um mit seiner Erfahrung Stabilität zu bringen.

Auch Köln zeigte sich trotz personeller Veränderungen bemüht. FC-Trainer René Wagner hatte seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach auf zwei Positionen umgestellt: Für den verletzten Ellyes Skhiri und den auf der Bank sitzenden Mikey Moore rückten Joel Schmied und Tom Krauß in die Anfangsformation. Die Kölner Abwehr musste dabei immer wieder Angriffe über die Flügel abwehren. Kurz vor dem Pausenpfiff vergab Saïd El Mala nach einem starken Solo, als er den Ball klar am Tor vorbeischoss, weshalb es torlos in die Kabinen ging.

Ebnoutalibs Geniestreich bricht die Heimflaute

Zu Beginn des zweiten Durchgangs übernahmen die Gastgeber noch intensiver das Kommando. Ebnoutalib prüfte das Kölner Gehäuse direkt in der 48. Minute mit einem Kopfball, der knapp rechts am Tor vorbeistrich. Die Frankfurter erhöhten den Druck und drängten auf den Führungstreffer. Als Lilian Brassier und Chaibi jeweils per Kopf am starken Kölner Torwart Marvin Schwäbe scheiterten, lag die Führung der Eintracht bereits in der Luft.

Frankfurtes Nnamdi Collins musste ausgewechselt werden und wurde durch Ansgar Knauff ersetzt. Die Begegnung blieb zerfahren, und Köln hielt durch diszipliniertes Verteidigen das Unentschieden. Doch in der 77. Minute folgte die entscheidende Aktion: Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte kombinierten sich die Frankfurter über die rechte Seite in den Strafraum. Noel Aseko spielte einen präzisen Steckpass auf den DFB-Stürmer Younes Ebnoutalib, der sich die Chance nicht nehmen ließ und den Ball aus spitzem Winkel zum 1:0 ins kurze Eck einschob.

Es war eine schwierige Woche. Mental war das sehr, sehr viel. Wir wollten eine Reaktion zeigen und das haben wir auch gemacht.

Younes Ebnoutalib, Torschütze

Kölns bittere Abreise und die personellen Sorgen

Trainer René Wagner musste den Ausfall von Ellyes Skhiri verkraften, dessen Verletzung er als „brutalen Schlagbezeichnete, da der Verein in diesem Kalenderjahr nicht mehr mit einer Rückkehr des 31 Jahre alten Tunesiers rechnet. Köln agierte in der Schlussphase zwar bemüht, blieb aber zu harmlos, um den Kölner Auswärtspunkt noch zu sichern.

Eintracht Frankfurt beendet Heimflaute durch Sieg gegen 1. FC Köln
Foto: Sueddeutsche

Auch Kölns Nationalspieler Saïd El Mala betonte: „Es tut einfach unfassbar weh, dass wir diese drei Punkte nicht mit nach Hause nehmen können.

Ausblick auf die kommenden Bundesliga-Aufgaben

Mit diesem Arbeitssieg klettert Eintracht Frankfurt zumindest vorerst auf den achten Tabellenplatz und beendet die monatelange Durststrecke vor heimischem Publikum, während die Auswärtsflaute des 1. FC Köln seit Oktober 2025 anhält. Unter der Leitung von Schiedsrichter Benjamin Brand, der von den Assistenten Thomas Stein und Christian Gittelmann, dem Vierten Offiziellen Tobias Reichel sowie Video-Assistent Pascal Müller unterstützt wurde, brachten die Hessen den knappen Vorsprung über die Zeit. Für Eintracht Frankfurt geht es am kommenden Samstagabend mit einem schweren Auswärtsspiel beim Topspiel gegen Borussia Dortmund weiter, während der 1. FC Köln zuvor den FC Schalke 04 im heimischen Stadion empfängt.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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