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Dreijähriger nach Sturz in Bad Zell außer Lebensgefahr

Ein dreijähriger Junge ist am Freitag in Bad Zell im Bezirk Freistadt aus dem ersten Stock eines Bauernhofs gestürzt und hat sich schwere Kopfverletzungen zugezogen. Nach notärztlicher Versorgung vor Ort flog ein Rettungshubschrauber das ansprechbare Kind auf die Intensivstation des Kepler Universitätsklinikums in Linz, wo es sich mittlerweile außer Lebensgefahr befindet.

Sturz aus dem ersten Stock in Bad Zell

Der Unfall ereignete sich am Vormittag des 10. Oktober 2026 auf einem Bauernhof im oberösterreichischen Bad Zell im Bezirk Freistadt. Laut übereinstimmenden Angaben der Landespolizeidirektion Oberösterreich befand sich der Dreijährige im Kinderzimmer seiner siebenjährigen Schwester. In einem unbeobachteten Moment gelangte der Knabe auf das Bett und von dort auf die Fensterbank im ersten Stock des Wohngebäudes.

Beim Spielen lehnte sich das Kind gegen ein am Fenster angebrachtes Fliegengitter. Dieses gab unter der Last nach und wurde aus der Verankerung gerissen, woraufhin der Junge rund drei Meter in die Tiefe stürzte und auf dem Asphaltboden prallte.

Dreijähriger nach Sturz in Bad Zell außer Lebensgefahr
Foto: Fotokerschi

Rettungskette und Transport ins Kepler Universitätsklinikum

Die siebenjährige Schwester bemerkte den Vorfall im Zimmer, alarmierte umgehend die im Haus anwesende 56-jährige Großmutter und eilte zur Hilfe. Die Großmutter setzte sofort den Notruf ab und leistete erste Hilfe.

Beim Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte war der Dreijährige trotz seiner schweren Kopfverletzungen ansprechbar. Nach der notärztlichen Erstversorgung wurde das Kind mit dem Notarzthubschrauber in das Kepler Universitätsklinikum nach Linz geflogen, wo es seither auf der Intensivstation medizinisch betreut wird. Erste Angaben des Krankenhauses bestätigten, dass sich der Bub mittlerweile außer Lebensgefahr befindet.

Dreijähriger nach Sturz in Bad Zell außer Lebensgefahr
Foto: oe24

Sicherheitsrisiken und Warnungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit

Im Zuge des Vorfalls machten Experten auf die generellen Gefahren von Fensterstürzen für Kleinkinder aufmerksam. Laut Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) sind besonders Kinder im Alter zwischen ein und vier Jahren gefährdet, da in dieser Phase Neugierde und Bewegungsdrang stark ausgeprägt sind.

Als Risikofaktoren gelten dabei Möbelstücke wie Betten oder Sessel, die rasch als Kletterhilfen dienen können. Zudem ist der Kopf bei kleinen Kindern im Verhältnis zum Körper schwerer, weshalb Stürze aus der Höhe häufig zu schweren Kopfverletzungen führen. Neben ständiger Aufsicht raten Fachleute deshalb dringend zu technischen Vorkehrungen wie speziellen Fenstersicherungen, die ein vollständiges, eigenständiges Öffnen durch Kinder verhindern.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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