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Pentagon korrigiert offizielle Zahl der im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten auf 21

Das Pentagon hat die offizielle Zahl der im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten auf 21 korrigiert. Die am 9. Oktober 2026 veröffentlichten Daten im System zur Verlustanalyse korrigieren frühere Angaben nach unten und oben, nachdem zuvor scharfe Kritik an der Transparenz der Behörde laut geworden war.

Die US-Regierung hat die offizielle Bilanz der Militärverluste im Konflikt mit dem Iran nach oben angepasst. Nach neuen Einträgen in der offiziellen Verlustdatenbank des Verteidigungsministeriums liegt die Zahl der getöteten Soldatinnen und Soldaten nun bei 21. Die Anpassung erfolgt nach monatelangen Kontroversen um die Erfassung von Gefallenen und den tatsächlichen Umfang der Verluste. Der Konflikt hat insgesamt beträchtliche Ressourcen beansprucht; laut jüngsten Schätzungen des Pentagons beliefen sich die Kosten bis Anfang September auf mindestens 43,6 Milliarden US-Dollar. Mehr als 50.000 amerikanische Soldatinnen und Soldaten wurden zur Unterstützung der Kriegsanstrengungen in den Nahen Osten verlegt.

Neue Einträge zu nicht-kampagnenbezogenen Todesfällen in der Datenbank

Die nachträglich aufgenommenen Todesfälle betreffen zwei nicht direkt im Gefecht getroffene Angehörige der Streitkräfte. Darunter befindet sich Major Sorffly Davius, ein 46 Jahre alter Soldat der Nationalgarde aus Queens in New York, der am 6. März in Kuwait an einem medizinischen Notfall verstarb. Ein weiterer Eintrag betrifft ein erst im September verzeichnetes Suizidopfer bei der US-Marine, dessen Identität von der Behörde nicht öffentlich genannt wurde. Der Washington Post zufolge wurden diese Vorfälle zuvor nicht korrekt im System berücksichtigt, während sechs Regierungsquellen intern auf Unstimmigkeiten hingewiesen hatten.

Zusätzlich zu den 21 Toten im Zusammenhang mit den Iran-Operationen verzeichnet das System laut den vorliegenden Berichten 865 verwundete US-Soldaten, wobei die Mehrzahl dieser Verwundungen seit dem 7. Juli registriert wurde.

Pentagon korrigiert offizielle Zahl der im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten auf 21
Foto: The Jerusalem Post

Harte Kritik aus dem Kongress an der Informationspolitik des Pentagons

Die Korrektur folgt auf monatelange Auseinandersetzungen zwischen dem US-Kongress und dem Verteidigungsministerium. Im September hatte The Washington Post berichtet, dass die tatsächlichen Opferzahlen höher seien als die damals ausgewiesenen 18 Todesfälle.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte: „Das ist WIDERLICH und FÄLSCHUNG. Eine komplette LÜGE. Schande über die Washington Post – sie sind noch schlimmer als die iranischen Staatsmedien.

Medien haben aufgedeckt, dass das Pentagon die Zahl der in Trumps Krieg mit dem Iran gefallenen A…

Bereits im Sommer hatten Gesetzgeber ihren Unmut geäußert, nachdem das Pentagon kurzzeitig die Namen von vier im Juli gefallenen Soldaten aus der offiziellen Datenbank entfernt hatte. Diese vier Soldaten waren ursprünglich unter der Militäroperation mit der Bezeichnung Operation Epic Fury gelistet, bevor sie in die Kategorie der Überseeoperationen verschoben wurden.

Nach der nun erfolgten Aktualisierung reagierten führende Mitglieder des Hauses für Streitkräftefragen mit deutlichen Worten.

„Es gibt keine Entschuldigung für einen Fehler dieses Ausmaßes.“

Adam Smith und Chrissy Houlahan, Mitglieder des US-Repräsentantenhauses

Die Parlamentarier kritisierten, dass es für das Ministerium ein beschämender Vorgang sei, wenn der Kongress erst einschreiten müsse, um solche Fehler zu korrigieren. Sie erklärten zudem, dass sie sich weiterhin unermüdlich für Transparenz und Rechenschaftspflicht einsetzen werden.

Pentagon korrigiert offizielle Zahl der im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten auf 21
Foto: AOL.com

Administrative Umstrukturierung der Erfassung im Verteidigungsministerium

Das Pentagon selbst ging in einer Stellungnahme nicht direkt auf die veränderte Gesamtzahl ein. Stattdessen verwies die Behörde auf strukturelle Anpassungen im Bereich der Verlustdokumentation. Demnach wurde eine neue Kategorie mit der Bezeichnung pending adjudication eingeführt, um Fälle zu kennzeichnen, die sich noch in der Prüfung befinden.

Die Methode der Erfassung war im Verlauf des Konflikts mehrfach modifiziert worden. So hatte das Ministerium im Sommer die Verluste in verschiedene Kategorien aufgeteilt, nachdem Präsident Donald Trump die Operation Epic Fury für beendet erklärt hatte, obwohl die Kampfhandlungen und der Austausch von Schlägen weiter andauerten. Kritiker bemängeln, dass durch solche Kategorisierungen die Gesamtkosten und die wahren Belastungen des anhaltenden Konflikts für die Öffentlichkeit verschleiert werden, während Familien, Truppen und Steuerzahler weiterhin unter den wirtschaftlichen Folgen des langwierigen Krieges leiden.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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