Zum Inhalt springen
Nachrichten

Donald Trump weist Sicherheitsbedenken bei Weißen Haus-Ballsaal zurück

US-Präsident Donald Trump wies Sicherheitsbedenken des ursprünglichen Architekten für einen geplanten Ostflügel-Ballsaal am 23. September 2026 mit den Worten I am the code zurück. James McCrery II trat im Oktober 2025 wegen unzureichender Brandschutz- und Notausgangsstrukturen von dem Projekt zurück, das über die Exekutivresidenz statt über Bundesbehörden abgewickelt wird.

Streit um Brandschutz und Notausgänge im Weißen Haus

Die Planungen für einen neuen Ballsaal im Weißen Haus sorgen für heftige Diskussionen über die Einhaltung von Sicherheitsstandards. Der erste beauftragte Architekt, James McCrery II, legte im vergangenen Herbst sein Amt nieder, nachdem er wiederholt vor gravierenden Sicherheitsmängeln des Entwurfs gewarnt hatte.

Die Reaktionen auf diese Hinweise fielen unmissverständlich aus. Auf den Einwand, dass nationale Baunotwendigkeiten beachtet werden müssten, erwiderte der Präsident laut Raw Story:

“I am the code”

Donald Trump, US-Präsident

Diese Haltung prägte den weiteren Verlauf der Planungen, bei denen der Präsident eigenhändig eingriff. Wie Recherchen zeigen, nutzte er einen schwarzen Filzstift, um Grundrisse und Skizzen maßgeblich zu verändern. Dabei wurden Servicekorridore und Fluchttreppen gestrichen, während die Grundfläche des Saals massiv vergrößert wurde, um schließlich Platz für mehr als 1.300 Gäste zu bieten (laut Raw Story, während ein früher Entwurf laut derselben Quelle noch einen 640-seat ballroom vorsah).

Handgeschriebene Notizen und enge Toilettenkapazitäten im Entwurf

Dokumente aus den Planungsphasen, die in einem Karton mit der Aufschrift Docs bearing POTUS’s mark aufbewahrt wurden, geben Einblick in die Detailverliebtheit der Überarbeitungen. So sah ein früher Entwurf für einen Saal mit hoher Kapazität lediglich sieben Kabinen in der Damentoilette vor, wie Raw Story ergänzt.

Donald Trump weist Sicherheitsbedenken bei Weißen Haus-Ballsaal zurück
Photo: anews.com.tr

Protokolle aus internen Besprechungen spiegeln die wachsenden Bedenken wider. Während ein Treffen Ende September 2025 unter der Notiz Life safety — big concern geführt wurde, hieß es nach dem Weggang des Architekten im November, dass die Personensicherheit die Zustimmung des Präsidenten erfordere. Unklar blieb, ob jemals eine formelle Überprüfung der Bauvorschriften stattfand (Raw Story).

Ausnahmeregelungen bei der Bauaufsicht und geplante Drohnenplattform

Hintergrund der Kontroverse ist die organisatorische Abwicklung des Projekts. Während übliche Großprojekte im Weißen Haus von Bundesbehörden wie der General Services Administration überwacht werden und den maximal durchführbaren Sicherheitsstandards folgen müssen, läuft dieser Bau über die Exekutivresidenz. Diese kleine Behörde unterliegt diesen strengen Pflichtvorgaben nicht, und auch die Stadt Washington D.C. besitzt keine Jurisdiktion über Bundesgrundstücke (Raw Story).

Trump clashed with White House architect over safety features: Report
Photo: Anadolu Ajansı

Die ausführende Baufirma Clark Construction verfügt über einen Vertrag, der die Einhaltung von Vorschriften oder von Anweisungen des zuständigen Vertragsoffiziers verlangt (Raw Story). Diese Funktion bekleidet Joshua Fisher, Direktor für Management und Administration im Weißen Haus und Assistent von Trump (Raw Story). Ein Sprecher des Weißen Hauses bezeichnete es als sachlich falsch, den Ausstieg des Architekten mit Code-Fragen zu verknüpfen, und betonte, dass Sicherheitsaspekte kontinuierlich bearbeitet und gelöst worden seien (Raw Story). James McCrery II erklärte in einer eigenen Stellungnahme lediglich, er habe nach Abschluss der frühesten Entwürfe den Posten verlassen und sei wirklich dankbar für diese Ehre und die reiche Erfahrung, für [Trump] gearbeitet zu haben, wie Newser berichtet.

Zusätzlich zu den Diskussionen über den Ballsaal wurden Pläne bekannt, wonach auf dem Dach des Gebäudes eine Anlage für unbemannte Flugobjekte entstehen soll.

Ballroom Blitz: Trump hires new architect for $300M project after clashing with first, WaPo reports
Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.