US-Präsident Donald Trump hat am Samstag vor Journalisten im Weißen Haus in Washington, DC, erklärt, dass er ein iranisches Angebot zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus und zur Beendigung der Feindseligkeiten abgelehnt hat. I reject their proposal … I rejected their deal,
sagte Trump laut Berichten von Deutsche Welle. Er behauptete zudem, dass der Iran aufgrund wirtschaftlicher Probleme dringend eine Einigung suche, da durch die Sperrung der Gewässer keine Einnahmen mehr generiert würden. Der US-Präsident begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass das angebotene Abkommen für die USA nicht akzeptabel sei, während er gleichzeitig betonte, dass die Vereinigten Staaten ohnehin die Kontrolle über die Wasserstraße hätten.
Donald Trump lehnt iranischen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus ab
Hintergrund des iranischen Vorstoßes und Vermittlung
Die iranische Initiative war zuvor am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York übermittelt worden. Laut Angaben aus Teheran wurde der Plan durch qatarische und omanische Mediationsbemühungen an Washington weitergeleitet. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte, der Vorschlag sei in Abstimmung mit dem Obersten Führer Mojtaba Khamenei ausgearbeitet worden. Außenminister Abbas Araghchi erläuterte, dass das Konzept nach seiner Annahme innerhalb von sieben Tagen zur Öffnung der Straße von Hormus, der Wiederaufnahme von Gesprächen über das Nuklearprogramm und einer umfassenden Waffenruhe führen sollte. Zu den Bedingungen der iranischen Seite zählten die Aufhebung der US-Seeblockade gegen iranische Häfen, der Verzicht auf Sanktionen gegen den iranischen Ölexport sowie ein Ende der Kampfhandlungen, das auch den Libanon einschließen sollte.
Indirekte Gespräche und Reaktionen der US-Regierung
Die Entwicklungen folgen auf eine Reihe indirekter Gespräche, die im September stattfanden. Nach Angaben der US-Regierung führten Abgesandte beider Länder dreistündige Verhandlungen über Vermittler, die von Außenminister Marco Rubio als konstruktiv bezeichnet wurden. Dennoch blieben die Fronten hart. Während die toronto.citynews.ca berichteten, dass Berater in Washington skeptisch blieben, was die Erfüllung US-amerikanischer Forderungen durch Teheran angeht, hatte Trump zuvor im Rahmen der UN-Vollversammlung scharfe Drohungen gegen die Islamische Republik ausgesprochen. Zudem veröffentlichte der US-Präsident auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social ein Bild der betroffenen Region, in dem er die Straße von Hormus als Trump Strait
bezeichnete.

Wirtschaftliche Folgen und internationale Reaktionen
Die Schließung der Straße von Hormus hat zu erheblichen Schwankungen der globalen Energiepreise geführt, da der Seeweg für den internationalen Handel von enormer Bedeutung ist. Internationale Beobachter weisen darauf hin, dass die anhaltende Blockade und die militärische Konfrontation seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Februar massiven Druck auf den Welthandel sowie auf die beteiligten Regierungen ausüben. Neben den bilateralen Spannungen zwischen Washington und Teheran äußerte sich auch der russische Außenminister Sergei Lawrow auf der UN-Generalversammlung zur Lage und bot die Unterstützung Moskaus bei der Stabilisierung der Golfregion an, während europäische Bemühungen um Friedensgespräche nach Darstellung russischer Regierungsvertreter erschwert würden.
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