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Welt

Donald Trump droht bei UN-Vollversammlung mit Vernichtung des Irans

US-Präsident Donald Trump hat während der UN-Vollversammlung in New York am 22. September 2026 mit der totalen Vernichtung des Irans gedroht, während gleichzeitig hochrangige Regierungsvertreter beider Staaten zu direkten Gesprächen zusammenkamen. Die Eskalation fällt in eine Phase schwerer wirtschaftlicher Belastungen durch den seit knapp sechs Monaten andauernden Konflikt.

Der Krieg im Iran bestimmt weiterhin die internationale Diplomatie und die Weltwirtschaft.

Entscheidung zwischen Verhandlungslösung und Zerstörung im UN-Sitz

Vor den Staats- und Regierungschefs der Welt sprach Trump offen über die Optionen der US-Regierung gegenüber Teheran. Er erklärte, er stehe vor einer fundamentalen Entscheidung, ob ein Abkommen mit dem Iran möglich sei oder ob das Land rasch und vollständig militärisch zerschlagen werden müsse.

Donald Trump, US-Präsident, erklärte als Präsident der außergewöhnlichsten Nation der Geschichte kein Interesse daran zu haben, Gefahren für einen weiteren Tag wachsen zu lassen, und fügte hinzu, dass er nicht daran glaube, Probleme schwelen zu lassen, weshalb er gehandelt habe, während andere geredet hätten.

Die iranische Delegation hatte den Plenarsaal vor Beginn der Rede größtenteils verlassen. Dennoch kam es am Rande der Vereinten Nationen zu direkten Kontakten. US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner trafen dort mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi zusammen. Die Gespräche dauerten nach Angaben der US-Regierung mehr als drei Stunden und wurden von Trump als very good meeting beschrieben. Iranian state television reported that Araghchi accepted the U.S. invitation for a meeting to convey Iran’s firm positions regarding its conditions for reopening the Strait of Hormuz.

Wirtschaftlicher Druck und neue US-Sanktionen gegen Teheran

Die diplomatischen Bemühungen stehen im Kontrast zu einer massiven Verschärfung des ökonomischen Drucks. US-Präsident Trump kündigte einen umfassenden Wirtschaftskrieg an. Es handle sich um die vernichtendste Wirtschaftsoperation aller Zeiten gegen ein Land, schrieb der Präsident auf seiner Online-Platform Truth Social, und drohte jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit „enormen“ Strafmaßnahmen. Trump erklärte, dass jedes Land, das seinen Finanzinstituten, Unternehmen, Flughäfen oder staatlichen Stellen gestattet, dem Iran irgendeine Art von Rettungsleine zu reichen, selbst mit enormen wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen müsse, und führte als Beispiele Ölschmuggel sowie Bargeldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister und Scheinfirmen an.

Trump Threatens Iran Annihilation in Speech That Disregards UN

Die iranische Nachrichtenagentur Fars reagierte unbeeindruckt auf die Drohungen und wertete die Ankündigungen als reine psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran stocken seit längerer Zeit, während die militärische Auseinandersetzung anhält. Der US-Präsident steht wegen des Krieges innenpolitisch unter massivem Druck, der durch die im November anstehenden Kongress-Zwischenwahlen verstärkt wird, bei denen Trumps Republikanern eine Niederlage droht.

Militärische Eskalation an der Straße von Hormus und globale Folgen

Die Spannungen im Nahen Osten hatten sich zuvor in der Region um die strategisch wichtige Straße von Hormus weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump zufolge griffen die Vereinigten Staaten mehrere Ziele in Iran nahe der Straße von Hormus an. Das US-Militär erklärte diese Angriffswelle am Montagabend (Ortszeit) für beendet. Trump bezeichnete die US-Schläge auf Truth Social als große und gewaltige Vergeltungsaktionen gegen den Versuch Irans, Seeminen in der Straße von Hormus zu verlegen, während er die US-Darstellung bekräftigte, dass es in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge aktuell keine Seeminen gebe. Kurz nach Beginn der US-Angriffe hatten die iranischen Revolutionsgarden erklärt, eine Vergeltungsaktion habe begonnen.

Donald Trump droht bei UN-Vollversammlung mit Vernichtung des Irans
Photo: usatoday.com

Nach Angaben der regierungsnahen Nachrichtenagentur Mehr richteten sich die iranischen Angriffe mit Raketen und Drohnen erneut gegen US-Stützpunkte in der Region. Die jordanische Nachrichtenagentur Petra meldete, dass 13 ballistische Raketen in den jordanischen Luftraum eingedrungen seien, von denen zehn abgefangen wurden. Auch das Militär von Kuwait berichtete von abgewehrten iranischen Drohnenangriffen. Iranische Staatsmedien berichteten von mehreren Explosionen nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie in anderen Landesteilen und erklärten, die USA hätten unter anderem zivile Gebiete bombardiert, weshalb die Blockade der Straße von Hormus verschärft werde. Bei einem Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Raum Sirik seien laut iranischen Staatsmedien vier Menschen, darunter ein vierjähriges Kind, getötet und mehr als 50 Menschen verletzt worden, wobei sich die Angaben zunächst nicht unabhängig überprüfen ließen.

Trump drohte Iran für den Fall weiterer Vergeltungsschläge mit einer Ausweitung der Angriffe: Sollte die gescheiterte Nation Iran auf diesen völlig gerechtfertigten Angriff reagieren, wird sie erneut noch viel härter und in größerem Umfang getroffen werden. Trump fügte hinzu, dies wäre noch nicht der größte Angriff von allen, da ein solcher noch bevorstehe, wonach von der Islamischen Republik Iran nur noch sehr wenig übrig sein werde. Politikwissenschaftler Stephan Bierling erklärte bei ZDFheute live, der Krieg zwischen USA und Iran werde noch länger andauern, da Trump ein Plan fehle, sich aus der Auseinandersetzung zurückzuziehen.

Gespräche und internationale Reaktionen

Gordon Sondland, der als US-Botschafter bei der Europäischen Union in der ersten Trump-Regierung diente, erklärte zu Trumps Äußerungen, dass diese merklich abgewogen gegenüber Amerikas europäischen Verbündeten ausgefallen seien, während sie in Bezug auf den Iran unmissverständlich blieben. Israeli Ambassador to the U.N. Danny Danon gab vor Trumps Rede ein Interview mit USA TODAY. Der Präsident erwähnte die NATO-Alliance nur in passing und sagte, ein Deal mit Greenland und Denmark zur Erhöhung der militärischen Präsenz stärke die Alliance.

President Trump defends Iran war in UN speech, warns of 'annihilation' without a peace deal
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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