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Welt

Demokraten erringen historische Mehrheiten bei US-Wahlen 2026

Die US-Demokraten haben bei den Zwischenwahlen am 3. November 2026 eine historische politische Wende vollzogen und sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus die Mehrheit übernommen.

In der grossen Kammer steuern die Demokraten auf rund 260 der 435 Sitze zu, was dem stärksten Resultat seit der Wahl von 1990 entspricht, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet. Drei Tage nach dem Urnengang zeigt sich das Ausmass des Umschwungs in den Parlamentswahlen noch deutlicher als in der Wahlnacht. Damit erleiden die Republikaner den schwersten Rückschlag seit mehr als einem halben Jahrhundert.

Demokraten gewinnen in konservativen Hochburgen

Nach Angaben von top agrar wählte Kansas erstmals seit der Weltwirtschaftskrise vor fast einem Jahrhundert wieder einen demokratischen Senator. In mehreren traditionsgemäss konservativen Bundesstaaten erzielten die Demokraten überraschende Siege. South Carolina hatte US-Präsident Donald Trump im Jahr 2024 noch mit fast 18 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen, doch dort setzten sich die Demokraten gegen den von ihm ausgewählten Kandidaten durch, wie der Deutschlandfunk meldet.

Breaking down the 2026 midterm election results

In Texas eroberte der demokratische Kandidat James Talarico einen Senatssitz – den ersten für seine Partei in diesem Bundesstaat seit 1988, wie die Frankfurter Rundschau festhält. Gina Hinojosa sicherte sich als erste Latina den Gouverneursposten in Texas. Xavier Becerra übernahm das Amt in Kalifornien.

Laut Berichten von Quellen wie dem Election Lab an der Universität Florida verzeichneten die Demokraten eine überdurchschnittliche Wahlbeteiligung. In Bundesstaaten wie Michigan und Minnesota erlangten die Demokraten die Kontrolle über alle drei Staatsgewalten zurück und errangen im texanischen Repräsentantenhaus erstmals seit dem Jahr 2002 wieder die Mehrheit, während in zahlreichen Regionen landesweit abgestimmt wurde.

2026 midterm election results: Watch the biggest moments

Wähler strafen Republikaner wegen Lebenshaltungskosten ab

Laut Berichten von N TV verwiesen viele Wähler auf steigende Lebenshaltungskosten im Supermarkt und an der Zapfsäule. Nachwahlbefragungen machten unter anderem die Lebenshaltungskosten, Sorgen bezüglich des Krieges im Iran sowie Frustration über die wirtschaftliche Entwicklung für den Ausgang der Midterms verantwortlich. Der republikanische Abgeordnete Warren Davidson aus Ohio erklärte in einem von CNN zitierten Radiointerview, dass sich zahlreiche Bürger wegen des Krieges im Iran und fehlender Bezahlbarkeit verraten fühlten.

Sieben von zehn Wählern unter 30 Jahren gaben den Angaben des Deutschlandfunk zufolge an, den demokratischen Kandidaten für das Repräsentantenhaus unterstützt zu haben. Bei jüngeren Wählern unter 44 Jahren gab es laut der Neuen Zürcher Zeitung einen spürbaren Rückgang der Unterstützung für die Republikaner um 15 Prozentpunkte im Vergleich zu 2024.

Demokraten erringen historische Mehrheiten bei US-Wahlen 2026
Foto: n-tv.de

Pistorius gratuliert zu den Wahlergebnissen

Bundesverteidigungsminister Pistorius gratulierte den US-Demokraten zu den Ergebnissen der Zwischenwahlen, wie der Deutschlandfunk berichtete. Der demokratische Amtsinhaber Jon Ossoff aus Georgia ging aus den Wahlen hervor.

Mit einem umfassenden und eindeutigen Sieg hat das amerikanische Volk die Verdorbenheit, die Korruption und die Inkompetenz des Mannes namens Präsident Donald J. Trump zurückgewiesen.

Jon Ossoff, demokratischer Senator aus Georgia

sollten solche Aggressionen sich wiederholen, wird sein Ausmaß viel größer werden.

Modschtaba Chamenei, Oberster Führer des Iran

Unser früherer Bericht: US-Midterms 2026: Rekordausgaben im Wahlkampf erwartet

US-Wahlen 2026: Die (Zwischen-)Ergebnisse im Überblick (midterm elections, Zwischenwahlen)
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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