Bei den US-Zwischenwahlen im November 2026 haben die Demokraten einen historischen Erdrutschsieg errungen und die Kontrolle über das Repräsentantenhaus sowie den Senat übernommen. Die Wahl, die am 3. November 2026 stattfand, bedeutet eine massive politische Wende gegenüber der im Januar 2025 begründeten republikanischen Kongressmehrheit.
Verlorene Bastionen und historische Mehrheiten
James Talarico bezwang den Republikaner Ken Paxton im texanischen Senatsrennen und beendete damit eine 38-jährige demokratische Durststrecke bei landesweiten Wahlen in Texas.
Im Repräsentantenhaus bauten die Demokraten ihre Stellung massiv aus. Laut Berichten von Yahoo und BBC wird die Partei voraussichtlich 245 Sitze erringen, während die Republikaner auf 166 Sitze abrutschen.
Der demokratische Fraktionschef Hakeem Jeffries wertete das Ergebnis als klares Signal der Wählerschaft:
Die Demokraten erobern laut Prognosen die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat. Mit vielen auffällig jungen Politikern haben sie die Partei des 80-jährigen Präsidenten besiegt – und müssen jetzt ihren internen Richtungsstreit lösen. Link in X-Bio. pic.twitter.com/7PMtbZiBkv
Today begins the great American comeback
Hakeem Jeffries, Democratic House leader
Wirtschaftliche Frustration und politische Reaktionen
Ausschlaggebend für den Stimmungswechsel waren vor allem die wirtschaftlichen Sorgen der Bevölkerung, die sprunghaft angestiegen waren, nachdem die USA im Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen hatten, der von der Mehrheit der US-Öffentlichkeit abgelehnt wird.
Interne Kritiker innerhalb der Republikanischen Partei machten die umstrittene Politik für die herben Verluste verantwortlich, wobei Parteimitglieder intern und öffentlich erklärten, dass die unpopuläre Ausrichtung sie die Wahl gekostet habe.

Dennoch steht für die Demokraten nach dem überwältigenden Wahlausgang auch eine historische dritte Amtsenthebung im Raum.
Folgen für den Kongress und Gouverneurswahlen
Zwar konnten Republicans in Vermont und New Hampshire ihre Gouverneurssitze halten, doch insgesamt gerieten die Konservativen stark unter Druck.
In Georgia wählten die Wähler erstmals eine schwarze Frau in das Amt des Gouverneurs.
Der republikanische Amtsinhaber Greg Abbott in Texas, der zu Beginn des Jahres noch als klarer Favorit galt, musste ebenfalls schwere Kritik einstecken.
🇺🇸 Politische Sensation für die Demokraten bei der Senatswahl in Texas: James Talarico siegt laut US-Medien. Die Republikaner haben offenbar die Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren. Trump sagt, er werde die Midterm-Ergebnisse anerkennen. ➡️ Alle Updates:…
Die Demokraten haben die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernommen – und einen Gesetzentwurf gegen den "Shutdown" eingebracht. Trump lädt heute zu einem Spitzentreffen. https://t.co/Y1oDdTr4iP
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