In einer neuen Netflix-Dokumentation gibt Corinna Schumacher persönliche Einblicke in ihre Beziehung zum siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher. Der 105-minütige Film mit dem Titel „Schumacher ’94 – Die Geburt einer Legende erscheint am 2. Oktober auf der Streaming-Plattform und thematisiert neben sportlichen Triumphen auch private Details und tragische Ereignisse der Saison 1994.
Familiärer Widerstand und private Anekdoten
Corinna Schumacher berichtet in der Dokumentation, dass es zu Beginn ihrer Beziehung Widerstand seitens ihrer Mutter gab. Diese sei voll dagegen
gewesen, da Michael Schumacher auf der Go-Kart-Bahn einen rücksichtslosen Fahrstil an den Tag gelegt und andere Teilnehmer rausgeschubst
habe. Trotz dieser anfänglichen Skepsis setzte sich die Liebe durch.
Die 57-Jährige schildert zudem die emotionale Intensität während der Rennen und erklärt, dass ihr Herz stets mitgefahren sei, unabhängig davon, ob ihr Partner gewann oder verlor. Das Paar nutzte laut Corinna Schumacher eine Bank, um sich auszusprechen, wenn etwas anlag
. Als gemeinsames Lied des Paares bezeichnet sie „Rush Rush“ von Paula Abdul; das Lied löse bei ihr heute noch Tränen aus, wenn sie es im Auto höre.
Kuriose Details aus der Zeit der aktiven Karriere kommen ebenfalls zur Sprache. Corinna Schumacher berichtet, dass Michael Schumacher regelmäßig Fanpost von einer Verehrerin namens Jutta erhielt, die ihm Unterwäsche schickte.
Trauer und Zweifel in der Saison 1994
Ein zentraler Teil der Dokumentation befasst sich mit dem Jahr 1994, in dem Schumacher seinen ersten Weltmeistertitel gewann. Die Saison war jedoch durch schwere Tragödien geprägt. Beim dritten Rennen in Imola starben der Brasilianer Ayrton Senna im Alter von 34 Jahren sowie einen Tag zuvor der Österreicher Roland Ratzenberger (†33) beim Qualifying. Corinna Schumacher erinnert sich, dass man in diesem Moment zum ersten Mal realisierte, wie gefährlich der Sport tatsächlich sei.

Die Ereignisse führten dazu, dass Michael Schumacher über ein vorzeitiges Karriereende nachdachte. Sein Ex-Manager Will Weber bestätigte, dass Schumacher im Bus geweint und Bedenken geäußert habe, ob er das nächste Rennen fahren wolle. Corinna Schumacher gab an, dass er diese Zweifel vor ihr geheim hielt, vermutlich um sie zu beschützen.
Sabine Kehm, die langjährige Managerin von Michael Schumacher, bezeichnete die Verbindung des Paares in einem RTL-Interview als „Liebe fürs Leben und betonte, dass die Familie für den Rennfahrer ein entscheidender Rückzugsort gewesen sei. Die Kinder des Paares, Gina (29) und Mick (27), hätten die Dokumentation bereits gesehen.