Die britische Regierung hat einen milliardenschweren Agrarsubventionsplan genehmigt, der nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums bis 2028 laufen soll. Der Betrag soll die Umstellung auf umweltfreundlichere Praktiken unterstützen, sorgt aber für politische Kontroversen.
Das britische Landwirtschaftsministerium hat am 15. Juli 2026 einen milliardenschweren Agrarsubventionsplan veröffentlicht, der bis 2028 laufen soll. Der 1,2 Milliarden Pfund schwere Fonds soll Landwirte dabei unterstützen, ihre Praktiken umweltfreundlicher zu gestalten, etwa durch den Verzicht auf chemische Düngemittel und den Ausbau erneuerbarer Energien auf Höfen. Die Maßnahme ist Teil der Regierungspolitik zur Erreichung der Klimaziele bis 2030, wie im Koalitionsvertrag von 2024 festgelegt.
Kontroversen um Umverteilung von Mitteln
Der Plan stößt auf Widerstand aus der Landwirtschaftslobby und regionalen Regierungen. Die National Farmers Union (NFU) kritisierte die Mittelverteilung als „unausgewogen“, da 60 Prozent der Subventionen an große Agrarkonzerne gehen würden. „Die kleineren Betriebe erhalten zu wenig, um sich an die neuen Vorgaben anzupassen, sagte NFU-Sprecherin Emily Carter in einer Stellungnahme. Die Regierung betonte, dass die Mittel nach Einkommensniveau und Flächenverbrauch verteilt würden, aber die Kritik bleibt.
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Umweltgruppen loben aber auch Initiative
Umweltorganisationen wie Greenpeace begrüßten die Subventionen als „schrittweise Verbesserung“, kritisierten aber die Länge der Umsetzungsfristen. „Die Landwirte benötigen dringend mehr Unterstützung bei der Umstellung, statt nur langfristige Ziele zu kommunizieren, erklärte Greenpeace-Sprecher Tom Hargreaves. Einige Experten warnen zudem vor einer zu hohen Abhängigkeit von staatlichen Zuschüssen, die langfristig die Marktwirtschaft destabilisieren könnten.
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Kommende Prüfung durch das Europäische Parlament
Der Plan muss noch durch das Europäische Parlament geprüft werden, da er Teil eines EU-weiten Klimafonds ist. Ein Sprecher des EU-Agrarkomitees erklärte, dass die Mittel „im Einklang mit den Verpflichtungen der Mitgliedstaaten zur Erreichung der Klimazielestehen müssten. Die Prüfung wird voraussichtlich im Herbst 2026 abgeschlossen, so dass der Fonds im Januar 2027 starten könnte.
Was kommt als Nächstes?
Die nächste entscheidende Frage ist, wie sich die Subventionen auf die Agrarpreise und die Wettbewerbsfähigkeit britischer Landwirte auf dem internationalen Markt auswirken werden. Experten der Universität Cambridge warnen vor einem „Zurückhaltungsrisiko“, wenn Landwirte zu stark auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Die Regierung betont, dass die Mittel „nur bis 2028fließen würden, um die Branche langfristig selbstständig zu machen.
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