Connacht feierte am 23. Oktober 2026 im Dexcom Stadium einen 48:27-Sieg gegen Zebre Parma und holte sich im vierten URC-Spiel der Saison den zweiten Sieg. Cheftrainer Stuart Lancaster zeigte sich angesichts von acht Versuchen und fast 50 Punkten zufrieden, forderte jedoch eine deutliche Steigerung in der Defensive.
Acht-Versuche-Spektakel im Dexcom Stadium
Die westirische Provinz erwischte einen torreichen Abend, der defensiv allerdings Fragen aufwarf. Nach dem Champions-Cup-Erfolg gegen die Saracens in der Vorwoche wechselte Cheftrainer Stuart Lancaster sein Aufstellung und brachte unter anderem die Rückkehrer Mack Hansen und Finlay Bealham zurück in die Startformation. Die Gäste aus Parma legten jedoch durch einen frühen Versuch von Flanker Giacomo Ferrari vor, nachdem Connacht ein Gassen-Zusammenspiel patzte und die Abwehr unaufmerksam agierte. Connacht antwortete umgehend: Bealham fand nach einer mustergültigen Gasse die Lücke am kurzen Pfad. Über starke Angriffe im Mittelfeld und schnelle Kombinationen schraubten Sean Jansen, Cathal Forde und Sam Gilbert das Ergebnis noch vor der Pause auf eine komfortable 33:17-Führung für die Hausherren.
Die Gäste ließen sich jedoch nicht abschütteln und hielten das Spiel in der Anfangsphase offen. Flanker Giacomo Ferrari überwund die gegnerische Linie nach fünf Minuten für die Gäste, während Giovanni Montemauri die Extrapunkte verpasste. Kurz darauf antwortete Connacht durch Finlay Bealham, der nach einer effektiven Gassen-Aktion aus kurzer Distanz eine Lücke fand. Weitere Versuche folgten rasch, als Sean Jansen wuchtig durchbrach und sich Cathal Forde sowie Sam Gilbert ebenfalls in die Torschützenliste eintrugen. Die Gäste blieben durch Jacopo Botturi gefährlich, bevor Kapitän Cian Prendergast die Führung der Heimmannschaft ausbaute. Kurz vor dem Pausenpfiff nutzte Mirko Belloni eine Lücke auf dem Flügel, nachdem Simone Gesi sich gegen Finn Treacy durchgesetzt hatte, um den dritten Versuch für die Gäste zu markieren.
Ciarán Frawleys Testläufe und die Verletzungssituation
Mit Blick auf das kommende Länderspiel gegen Argentinien übernahm Ciarán Frawley die Verantwortung am Tee. Frawley steuerte vier erfolgreiche Erhöhungen bei, ehe er in der Schlussphase ausgewechselt wurde. Trainer Lancaster blickte nach Abpfiff auf den bisherigen Saisonverlauf zurück: Stuart Lancaster freute sich gegenüber RTÉ Sport über den Sieg und sagte: „Wenn Sie mir zu Beginn des Tages gesagt hätten, dass wir nahe an 50 Punkte herankommen würden, hätte ich das sofort genommen.“ Neben Frawleys Präsenz bot das Spiel auch Raum für Debüts und Rückkehrer. Die Sommerneuzugänge Jerry Cahir und der eingewechselte Will Connors feierten ihre Einstandsminuten im grünen Trikot, während Dave Heffernan nach seiner Rückkehr von einer Verletzung im ersten Startelf-Einsatz der Saison gleich doppelt zuschlug. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dave Heffernan in der 55. Minute nach einer längeren Drangperiode, und Harry West legte kurz darauf den siebten Versuch für die Gastgeber nach.”
Zebres Offensivdrang und die defensive Anfälligkeit
Trotz der klaren Überlegenheit der Iren zeigte sich die Hintermannschaft anfällig. Damit sicherten sich die Gäste den verdienten Offensiv-Bonuspunkt. Connacht schaltete in der Schlussphase zeitweise ab, ehe ein spätes Maul-Erbauen durch den eingewechselten Heffernan in der Schlussminute den Endstand von 48:27 besiegelte. Unter den Augen von Andy Farrell, der mitten in der Woche fünf Connacht-Spieler für seinen Nationalkader nominiert hatte, lieferte die Mannschaft eine Mischung aus Offensivkraft und defensiver Anfälligkeit. Durch diesen Erfolg klettert Connacht vorübergehend auf den sechsten Tabellenrang, während Zebre Parma das Tabellenende im United Rugby Championship anführt.

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