Zollbeamte in der Nordwestschweiz haben innerhalb weniger Stunden mehr als zwei Tonnen ungekühlte Lebensmittel sichergestellt. Die Transporte aus Frankreich und Deutschland erfolgten ohne jegliche Kühlung, und eines der Fahrzeuge war massiv überladen, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit mitteilte.
Schmuggler haben in der Nordwestschweiz grosse Mengen verderblicher und ungekühlter Lebensmittel über die Grenze gebracht. Laut dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) passierten beide Vorfälle innerhalb weniger Stunden. Keiner der Transporte verfügte über eine Kühlung, und die geschuldeten Einfuhrabgaben waren nicht entrichtet worden.
Kontrolle in Ederswiler JU
Am 17. Oktober 2026 um 2.30 Uhr stoppten Zollbeamte in Ederswiler JU ein Auto mit jurassischem Kennzeichen. Die aus Frankreich eingereisten Insassen, ein 34-jähriger Schweizer Lenker und sein 27-jähriger Beifahrer, hatten im ungekühlten Laderaum eine beträchtliche Fracht geladen.
Bei der Kontrolle entdeckten die Einsatzkräfte 162 Kilogramm Pouletfleisch, 258 Kilogramm Pommes frites, 128 Kilogramm Fladenbrot und zehn Kilogramm Mehl. Da die geschuldeten Zollabgaben nicht entrichtet worden waren, mussten die beiden Männer vor Ort mehrere tausend Franken für die Abgaben sowie eine Busse bezahlen. Das BAZG zog die verderblichen Lebensmittel ein.
Lieferwagen in Pratteln gestoppt und beschlagnahmt
In derselben Nacht, kurz vor 5 Uhr, stoppte eine weitere mobile Equipe des BAZG in Pratteln einen Lieferwagen mit basellandschaftlichem Kennzeichen. Die beiden 20-jährigen Franzosen waren zuvor aus Deutschland in die Schweiz eingereist. Im Laderaum befanden sich 1,5 Tonnen Pommes frites und 632 Kilogramm Fladenbrot — ebenfalls komplett ungekühlt und ohne entrichtete Einfuhrabgaben.
Zusätzlich stellte das BAZG fest, dass das Fahrzeug um 930 Kilogramm überladen war. Wegen dieses gravierenden Verstoßes verzeigten die Mitarbeitenden den Lenker. Weil die beiden Männer die geschuldeten Abgaben und die Busse von insgesamt über zehntausend Franken nicht vor Ort begleichen konnten, beschlagnahmte das BAZG den Lieferwagen.
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