Ferrari-Pilot Charles Leclerc ist beim Großen Preis von Italien in Monza nach nur zwei Runden nach einem schweren Unfall in der Parabolica ausgeschieden. Das Rennen wurde mit der Roten Flagge unterbrochen, während der Monegasse das Medical Car aufsuchte und die Tifosi unter Schock standen.
Frühes Aus nach Zweikampf und schwerer Unfall in Monza
Der Große Preis von Italien nahm für die Scuderia Ferrari und ihre Anhänger am Sonntag ein abruptes und dramatisches Ende. Charles Leclerc krachte bereits nach zwei Runden in die Reifenstapel und sorgte damit für Entsetzen auf den Rängen. Das Formel-1-Rennen in Monza begann am Sonntag für die Ferrari-Fans mit einem Schock. Charles Leclerc war am Sonntag die größte Hoffnung der italienischen Fans auf einen Ferrari-Heimsieg. Das Qualifying tags zuvor hatte er auf Rang 3 beendet – die Ausgangslage, um nach vorne anzugreifen, war also gut. Statt mit einem Erfolgserlebnis endete das Rennen für den Monegassen aber mit einem heftigen Crash nach nur zwei Runden.

Bereits kurz nach dem Start musste sich Leclerc gegen die Attacken seines Teamkollegen Lewis Hamilton wehren. Nach der ersten Schikane geriet der Brite bei diesem Duell ins Kiesbett und verlor dadurch etliche Positionen. Wenig später verlor Leclerc einen Platz an Max Verstappen, ehe ihn auch Oscar Piastri unter Druck setzte. Der Monegasse befand sich zum Zeitpunkt des Crashs in einem Zweikampf mit Oscar Piastri im McLaren. Daraufhin verlor er das Heck seines Boliden und krachte in der Parabolica mit über 200 Kilometern pro Stunde in die Reifenstapel. Ohne ersichtlichen Grund und Gegnerberührung zackte der Ferrari in der ultra-schnellen Parabolica nach außen und rauschte durch das Kiesbett in die Reifenstapel. Dort gab es einen heftigen Einschlag.
Der Bolide zackte nach außen und rauschte mit hoher Geschwindigkeit seitlich durch das Kiesbett direkt in die Begrenzung.
Rote Flagge, Bergung und emotionale Reaktionen der Tifosi
Die Rennleitung hatte das Rennen inzwischen bereits mit der roten Flagge unterbrochen. Weil Leclercs schwerer Unfall erhebliche Arbeiten an den Reifenstapeln erforderte, entschieden die Stewards nach einer kurzen Safety-Car-Phase, das Rennen mit der Roten Flagge zu unterbrechen. Leclerc stieg aus dem Auto aus, setzte sich an den Streckenrand und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Kopf. Leclerc konnte selbstständig aus dem zerstörten Ferrari aussteigen, musste sich anschließend aber erstmal hinsetzen, hinsetzen, ehe er zu weiteren Untersuchungen vom Medical Car abgeholt wurde.

Das Medical Car eilte herbei und brachte den 28-Jährigen zurück in den Paddock. Beim Einstiegen ins Fahrzeug zeigte Leclerc dem Publikum noch einen Daumen nach oben. Nichtsdestotrotz saß der Schock bei den Tifosi tief – im Fernsehen waren weinende Fans auf den Rängen zu sehen.
Ursachenforschung und Rennverlauf vor dem Neustart
Sky-Experte Ralf Schumacher mutmaßte zunächst, dass womöglich ein technisches Problem zu Leclercs Abflug geführt haben könnte. Auch ist möglich, dass Piastri, der in der Rechtskurve innen war, Leclercs rechten Hinterreifen mit seinem Frontflügel unfreiwillig aufschlitzte. Die TV-Bilder lieferten allerdings erstmal keine eindeutige Aufklärung.
Zum Zeitpunkt des Unfalls führte Mercedes-Pilot George Russell vor Überraschungs-Pole-Sitter Pierre Gasly (Alpine) und Max Verstappen (Red Bull). Nach knapp 30-minütiger Unterbrechung wurde das Rennen schließlich neu gestartet. Nach gut 30-minütiger Unterbrechung gab die Rennleitung bekannt, dass der Re-Start um 15:39 erfolgen sollte. Wegen eines Problems bei Yuki Tsunoda (Racing Bulls), der sich falsch eingeordnet hatte, musste dieser Start abgebrochen werden und die Piloten eine zusätzliche Einführungsrunde absolvieren.