Brandenburgs AfD-Landeschef René Springer hat für die nächste Landtagswahl im Jahr 2029 das Ziel von 50 Prozent der Stimmen ausgegeben. Bei einer Kundgebung am Tag der Deutschen Einheit in Fürstenwalde erklärte er vor rund 1.000 Anhängern, dass das bisherige Ergebnis von 44 Prozent nicht ausreiche, während parallel ein Protestbündnis demonstrierte.
Die Brandenburger AfD-Spitze hat am Tag der Deutschen Einheit ihren politischen Anspruch auf eine Regierungsübernahme untermauert. Bei einer Kundgebung im ostbrandenburgischen Fürstenwalde rief der Landesvorsitzende René Springer ein deutliches Ergebnis für die kommenden Wahlen aus. Vor Anhängern, von denen viele Deutschlandfahnen schwenkten, machte er unmissverständlich klar, dass die Partei nach höheren Mehrheiten strebt.
44 Prozent reicht eben nicht.
Landesvorsitzender Springer setzt auf absolute Zahlen für 2029
Mit der Parole setzt sich die Partei für die Landtagswahl 2029 ein ambitioniertes Ziel. Als Referenzpunkt dient der Brandenburger Führung offenbar das starke Abschneiden im Nachbarland Sachsen-Anhalt. Dort war die AfD bei der Landtagswahl am 6. September mit 43,8 Prozent zwar mit deutlichem Abstand stärkste Kraft geworden, hatte jedoch die absolute Mehrheit verpasst.
Für die Kundgebung in Fürstenwalde schätzte die Polizei den Zulauf auf etwa 1.000 Besucher. Als weiterer Redner wurde am Nachmittag der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke erwartet, den die Parteiinterna wie auch die Behörden als Rechtsaußen bewerten.
Parallele Proteste und lokale Konflikte in Fürstenwalde
Die Veranstaltungen im Stadtgebiet blieben am Nachmittag nach Polizeiangaben zunächst störungsfrei, obwohl die Einsatzkräfte mit starken Einheiten präsent waren. In einiger Entfernung zur AfD-Kundgebung formierte sich zugleich ein Protestbündnis, das für Vielfalt und gegen Rechts demonstrierte. Die Polizei registrierte dort rund 500 Teilnehmer.
Verfassungsschutz stuft Landesverbände als gesichert rechtsextrem ein
Sowohl die Brandenburger AfD als auch der thüringische Landesverband unter der Führung von Höcke werden vom Verfassungsschutz offiziell als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
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