US-Bundesrichter Lewis J. Liman entschied am Freitag, den 12. Juni 2026, dass Justin Baldoni und seine Produktionsfirma Wayfarer Studios die Anwaltskosten von Blake Lively übernehmen müssen. Während die Schauspielerin die Kosten für ihre Verteidigung gegen Baldonis Verleumdungsklage erhält, lehnte das Gericht ihre Forderungen nach Strafschadensersatz sowie dreifachem Schadensersatz ab.
Rechtliche Grundlage: Die Anwendung der Section 47.1

Ablehnung von Strafschadensersatz und die Grenzen des Verfahrens
Trotz des Teilerfolgs verweigerte das Gericht die Forderung von Lively nach dritterlei Schadensersatz und Strafschadensersatz. Wie AP News berichtete, befand Liman, dass diese Ansprüche nicht mit den „sorgfältig ausgearbeiteten bundesstaatlichen Verfahrensregeln, die darauf ausgelegt sind, die Rechte der Parteien zu schützen“, vereinbar seien. Das Urteil schafft eine klare Trennung zwischen der Erstattung von Verteidigungskosten und der Gewährung von Entschädigungen für erlittenen Schaden. Während die rechtliche Basis für die Kostenübernahme durch das kalifornische Gesetz gegeben ist, sieht das Bundesgericht keine Grundlage für zusätzliche Strafzahlungen in diesem spezifischen Verfahren.Strategische Manöver: Die Perspektiven der Anwaltsteams
Die beteiligten Parteien interpretieren das Ergebnis grundlegend verschieden. Die Anwälte von Lively, Esra Hudson und Michael Gottlieb, sehen in der Entscheidung eine Bestätigung ihrer Glaubwürdigkeit und des guten Glaubens ihrer Mandantin.„Die Entscheidung des Gerichts macht deutlich, dass Ms. Lively ihre Ansprüche in gutem Glauben geltend gemacht hat, dass es keine Beweise für eine böswillige Absicht gab und dass sie die siegreiche Beklagte unter Section 47.1 ist.“

„Ungeachtet dessen, dass alle ihre Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und Verleumdung vom Gericht abgewiesen wurden, wechselte Ms. Lively dann die Strategie, um ein kalifornisches Gesetz auszunutzen, das eigentlich dazu bestimmt ist, echte Opfer zu schützen, was sich in einer ergebnislosen Mission zur Erlangung von Schadensersatz erwies. Einmal mehr ist sie gescheitert.“
Bryan Freedman, via Page SixRückblick auf die Eskalation um „It Ends With Us“
- Dezember 2024: Lively reicht eine Beschwerde bei der California Civil Rights Department ein und wirft Baldoni sexuelle Belästigung sowie die Orchestrierung einer Schlammschlacht vor.
- 31. Dezember 2024: Baldoni reagiert mit einer Klage wegen Verleumdung und Erpressung gegen Lively und ihren Ehemann Ryan Reynolds.
- Januar 2025: Die verschiedenen Klagen werden zu einem einzigen Verfahren konsolidiert.
- Juni 2025: Das Gericht weist Baldonis 400-Millionen-Dollar-Klage gegen Lively und Reynolds ab.
- April 2026: Der Richter reduziert Livelys Klage erheblich, da sie als unabhängiger Auftragnehmer und nicht als Angestellte eingestuft wird.
- Mai 2026: Die Parteien erreichen ein Vergleich, dessen genaue Bedingungen nicht bekannt gegeben wurden.
Perspektiven: Ein offener Weg für weitere Forderungen
Obwohl der aktuelle Rechtsstreit durch den Vergleich im Mai weitgehend beigelegt wurde, ist die Angelegenheit für Blake Lively nicht endgültig abgeschlossen. Der Richter hat explizit betont, dass die Tür für weitere Forderungen offen bleibt. Wie NBC News berichtet, kann Lively Schadensersatz durch andere rechtliche Wege suchen, beispielsweise durch eine unabhängige Klage oder einen Gegenantrag, auch vor einem Bundesgericht. Die genaue Höhe der Anwaltskosten, die Baldoni letztlich zahlen muss, steht derzeit noch nicht fest und wird vom Gericht noch ermittelt.Find more reporting in our Unternehmen section.