Isabelle Huppert kehrt im siebten Jahrzehnt ihres Lebens als blutdürstige Gräfin Elisabeth Báthory in der schwarzhumorigen Gesellschaftssatire „Die Blutgräfin unter der Regie von Ulrike Ottinger zurück auf die Kinoleinwand. Der sieben Millionen Euro teure Film feierte seine Premiere auf der Berlinale im Februar und läuft am 30. Oktober 2026 nach einer Aufführung bei der Viennale regulär in den österreichischen Kinos an.
Eine sieben Millionen Euro teure Vampirgroteske an Wiener Hotspots
Mit einem Budget von sieben Millionen Euro und unterstützt durch die mittlerweile wieder eingestellte Standortförderung ÖFI+ hat die deutsche Avantgardefilmemacherin Ulrike Ottinger ein opulentes Werk geschaffen. Der Film setzt stark auf prominente Schauplätze in der österreichischen Hauptstadt und im Umland. Zu den Drehorten zählen unter anderem das Café Hawelka sowie die unterirdischen Gänge der U2.
Inhaltlich orientiert sich die Regisseurin nur lose an der historischen Vorlage der ungarischen Adligen Erzsébet Báthory. Der Film und die Figur entspringen mehr ihrer Fantasie als den Geschichtsbüchern
, erklärte der französische Superstar Isabelle Huppert während der Dreharbeiten in einem APA-Interview. Es handele sich weder um einen klassischen historischen noch um einen psychologischen Film, sondern vielmehr um ein Märchen, das mal grausam und mal komisch daherkomme.
Der Film und die Figur entspringen mehr ihrer Fantasie als den Geschichtsbüchern.
Prominente Besetzung von Isabelle Huppert bis Karl Markovics
An der Seite von Isabelle Huppert versammelt der Film ein namhaftes Ensemble. Birgin Minichmayr schlüpft in die Rolle der treuen Kammerzofe Hermine, die seit einem früheren Aufenthalt der Gräfin im Hotel Königin von Ungarn
selbst den Vampirismus teilt. Karl Markovics agiert als der misstrauische Kommissar, der nach einer jahrzehntelangen Häufung blutleerer Morde fest entschlossen ist, die Täter dingfest zu machen. Thomas Schubert übernimmt den Part des vegetarischen Vampirneffen Baron Rudi Bubi von Strudl zur Buchtelau, während Lars Eidinger als dessen skeptischer Psychotherapeut fungiert.
Für die literarische Basis und die Dialoge konnte die Regisseurin auf prominente Unterstützung zählen: Die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek wirkte als Co-Autorin an dem Projekt mit. Die Kameraführung lag in den Händen des preisgekrönten Kameramanns Martin Gschlacht.
Die Jagd nach dem Buch und die Anspielungen auf die Popkultur
Als zentraler Motor der Handlung dient eine Schnitzeljagd im Stile von Dan Brown, allerdings mit einem künstlerischen Kniff: Ausgangspunkt bildet Giuseppe Arcimboldos berühmtes Gemälde Der Bibliothekar
. Die Figuren machen sich auf die Suche nach einem geheimnisvollen Buch, das die Macht besitzt, alle Vampire für immer zu vernichten.

Der Film scheut sich nicht vor absurden und popkulturellen Höhepunkten. So taucht am Höhepunkt einer Szene neben dem Einsatzkommando Cobra auch Conchita auf.