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Sport

Belgien nach WM-Flop: Stars scheitern an „miserablem Niveau“ – Abschied droht

Belgien steht nach zwei torlosen Remis bei der WM 2026 in der Gruppe G mit dem Rücken zur Wand. Nach dem 1:1 gegen Ägypten und dem 0:0 gegen Iran droht den „Roten Teufeln“ bereits nach der Vorrunde der Abschied – und die Kritik an den Stars der „goldenen Generation“ wird lauter. Trainer Rudi Garcia räumt ein, sein Team habe „zu verschwenderisch mit Chancen“ umgegangen, während Experten wie der ehemalige Manchester-United-Spieler Roy Keane von „miserablem Niveau“ sprechen.

Die schwächste Gruppe des Turniers?

Die schwächste Gruppe des Turniers?
Belgien, einst als Geheimfavorit gehandelt, enttäuscht bei der WM 2026 auf ganzer Linie. Nach dem 1:1 gegen Ägypten und dem 0:0 gegen Iran steht das Team um Thibaut Courtois, Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku vor dem Aus – sollte es gegen Neuseeland am Samstag nicht gelingen, den ersten Sieg zu erringen. Die Kritik an den Leistungen der belgischen Stars ist dabei so massiv wie selten zuvor. Roy Keane, Legende von Manchester United und ITV-Experte, bezeichnete das Spielniveau als „Müll“ und kritisierte das „miserable Passspiel“ sowie die „fehlende Überzeugung“ der Spieler. „Wenn Spieler Chancen aus drei oder vier Metern vergeben, welche Chancen hat man dann noch?“, fragte Keane rhetorisch und zeigte sich „wirklich enttäuscht“ von den Roten Teufeln laut Blick. Besonders betroffen von der Kritik ist Romelu Lukaku, der seit neun WM-Partien torlos bleibt. „Wir hatten viele Chancen, konnten aber kein Tor erzielen. In den entscheidenden Momenten des Spiels haben wir zu emotional gespielt“, sagte Lukaku nach dem Iran-Spiel und unterstrich damit die Dringlichkeit der Situation. Sein Teamkollege Toby Alderweireld, 127-facher Nationalspieler, warnte: „Mit Ausnahme von Courtois bringen die Schlüsselspieler nicht die gewünschte Leistung. Das ist problematisch. Es muss insgesamt einfach besser werden.“ Alderweireld bezeichnete die Gruppe G gar als „die schwächste des Turniers“ und forderte: „Da muss man einfach Erster werden.“ Die Kritik kommt nicht von ungefähr: Belgien dominierte das Spiel gegen den Iran, ohne effizient zu sein – laut Trainer Rudi Garcia hätte das Team „mit drei Toren Vorsprung gewinnen können“.

Iran als Überraschungskandidat

Iran als Überraschungskandidat
Photo: Watson
Während Belgien mit sich und seiner Leistung hadert, profitiert der Iran von der Situation. Das Team, das unter schwierigen politischen Bedingungen an der WM teilnimmt, zeigte gegen Belgien eine kompakte Leistung und nutzte seine Chancen effizienter. Besonders der iranische Torhüter Alireza Beiranvand glänzte mit Paraden und wurde zum Helden der Partie. „Beiranvand entpuppte sich als bester Spieler auf dem Rasen“, heißt es laut Watson, der auch die Parade des Turniers machte. Doch nicht nur auf dem Platz gibt es Spannungen: Die iranische Mannschaft steht unter dem Druck des Regimes und der politischen Spannungen. Während die Fans im Stadion mit Schah-Symbolen und Kritik am Mullah-Regime protestierten, zeigte sich die Mannschaft selbst geeint. „Das hat uns noch enger zusammengeschweißt“, sagte Flügelspieler Alireza Jahanbakhsh nach dem Spiel und verwies auf die „aktuelle Situation“ seines Landes. Die FIFA musste eingreifen, als ein Fan mit einem Shirt der verbotenen Schah-Fahne auf den Rasen stürmen wollte. BILD berichtete von emotionalen Szenen, bei denen Fans trotz der politischen Zerrissenheit des Landes für den Teamgeist der Spieler jubelten.

Belgiens letzte Chance gegen Neuseeland

Für Belgien gibt es am Samstag keine Zeit für Selbstmitleid. Gegen Neuseeland, das in der Gruppe G noch keine Punkte verloren hat, muss das Team unbedingt gewinnen, um sich für die K.-o.-Phase zu qualifizieren. Die Partie findet um 5 Uhr morgens Schweizer Zeit statt und wird von SRF live übertragen. Die Belgier müssen ihre Leistung drastisch verbessern, sonst ist das Turnier für sie bereits nach der Vorrunde beendet. Die Frage ist: Kann Belgien noch die Kurve kriegen? Die „goldene Generation“ hat in den letzten Jahren immer wieder enttäuscht – zuletzt bei der EM 2024, wo die Roten Teufel nur zwei Tore in vier Spielen erzielten. Die WM 2022 in Katar endete mit einem einzigen Tor in vier Partien. Die Erwartungen waren hoch, die Realität bisher ernüchternd. „Wir müssen das nächste Spiel gewinnen“, sagte Lukaku nach dem Iran-Spiel und machte damit klar: Es gibt keine zweite Chance.

Was kommt als Nächstes?

Die WM 2026 ist für Belgien ein Turnier der Enttäuschungen – und die Uhr tickt. Sollte das Team gegen Neuseeland verlieren, ist die Gruppenphase bereits nach drei Spielen vorbei. Die Kritik an den Stars wird weiter anhalten, und die Frage nach der Zukunft der „goldenen Generation“ wird lauter. Für Iran hingegen könnte das Unentschieden gegen Belgien der Beginn einer Überraschungstournee sein. Sollte das Team am Freitag gegen Ägypten gewinnen, steht der Einzug in die K.-o.-Phase bereits jetzt in den Sternen. Die nächsten 24 Stunden werden entscheiden, wer in Gruppe G die nächste Runde erreicht – und wer bereits jetzt nach Hause fahren muss. Für Belgien ist die Zeit knapp, die Erwartungen hoch. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell die „Roten Teufel“ ihre Leistung wiederfinden.

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Belgiens letzte Chance gegen Neuseeland
Photo: BILD
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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