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Barack Obama wirbt in Detroit für Abdul El-Sayed

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat am 24. Oktober 2026 bei einer Wahlkampfveranstaltung an der Cass Technical High School in Detroit für den demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed geworben. Angesichts der am selben Tag begonnenen Briefwahl und der anstehenden Senatswahl am 3. November betonte Obama die Bedeutung der demokratischen Mehrheit als Korrektiv zur Regierung von Donald Trump.

Am ersten Tag der vorgezogenen Stimmabgabe in Michigan trat der frühere US-Präsident Barack Obama vor mehr als 4.300 Anhängern in einem überfüllten Fitnessstudio auf. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die Unterstützung für den früheren Gesundheitsdirektor des Wayne County, Abdul El-Sayed, der in einem umkämpften Rennen gegen den Republikaner Mike Rogers antritt. Obama bezeichnete die anstehenden Zwischenwahlen als letzte Chance, die Politik der aktuellen Regierung einzudämmen.

In seiner rund 40-minütigen Rede kritisierte Obama das Weisse Haus scharf und warf der Regierung vor, hohe Kosten und wirtschaftliche Belastungen für die Bürger zu verantworten. Zugleich stellte er sich hinter El-Sayed, der nach einem parteiinternen Vorwahlkampf gegen die moderate Kongressabgeordnete Haley Stevens als Kandidat der Demokraten nominiert worden war. Neben El-Sayed trat auch die demokratische Justizministerin und Gouvernementskandidatin Jocelyn Benson bei der Veranstaltung auf, um die Wähler zur Stimmabgabe zu mobilisieren.

Umgang mit früheren Differenzen im Wahlkampf

Der gemeinsame Auftritt in Detroit diente auch dazu, frühere Spannungen zwischen dem Parteiestablishment und dem linken Flügel der Demokraten zu überbrücken. Republikanische Kreise hatten in den Wochen vor dem Treffen wiederholt kritische Äußerungen hervorgehoben, die El-Sayed vor Jahren über Obamas Präsidentschaft geäußert hatte. So hatte der demokratische Kandidat nach Obamas Wiederwahl im Jahr 2012 in einem Kommentar geschrieben, dieser sei nicht die richtige Wahl gewesen, auch wenn er damals nicht die schlechteste Alternative dargestellt habe.

Obama ging in seiner Ansprache direkt auf diese Meinungsverschiedenheiten ein und spielte sie herunter.

Barack Obama sagte: „Wir werden uns nicht in jedem Detail bei jedem Thema einig sein. Wissen Sie, wer sonst nicht mit allem einverstanden ist, was ich tue? Michelle Obama.

El-Sayed selbst betonte bei dem Treffen die gemeinsamen Grundwerte in Fragen wie fairen Löhnen und bezahlbarem Wohnraum. Unterstützer wie der Vizegouverneur Garlin Gilchrist hoben hervor, dass Obamas Einsatz im Bundesstaat dazu beitragen könne, wichtige Wählergruppen zu einen.

Bedeutung der Wählerschaft in Detroit und Umfragewerte

Der Besuch des früheren Präsidenten zielt unter anderem darauf ab, die Beteiligung in den Kernwählerschaften der Demokraten zu sichern, insbesondere unter afroamerikanischen Bürgern in Detroit. Während einige Wähler skeptisch auf den prominenten Wahlkämpfer blicken und ein instrumentelles Vorgehen der Parteiführung vermuten, verweisen andere auf die Bedeutung einer hohen Wahlbeteiligung. Jüngste Umfragen wie eine Erhebung von YouGov zeigen El-Sayed bei der schwarzen Wählerschaft in Führung, während andere Institute ein sehr knappes Rennen zwischen den beiden Parteien ausweisen.

Barack Obama wirbt in Detroit für Abdul El-Sayed
Foto: Fox News

Mit dem Beginn der vorgezogenen Stimmabgabe in Michigan konzentrieren sich beide Lager nun auf die letzten Tage vor dem entscheidenden Wahltag am 3. November. Republikanische Vertreter wie der RNC-Sprecher Hunter Lovell betonten im Vorfeld die Gegenkampagne von Mike Rogers, der nach Angaben seiner Wahlkampfzentrale Millionen Haustüren im Bundesstaat besucht hat, um die Wähler für sich zu gewinnen.

Hundreds line up for rally with Barack Obama and Michigan Democrats in Detroit

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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