Die demokratische Gouverneurskandidatin für Ohio, Amy Acton, blieb bei einem versuchten Angriff durch einen bewaffneten Mann am 6. September 2026 auf der Canfield Fair unverletzt. Sicherheitskräfte nahmen den 38-jährigen Verdächtigen fest, nachdem er Helfer zu Boden gestoßen und mindestens zwei ältere Menschen verletzt hatte.
Canfield Fair
Ein politischer Kampagnenauftritt auf der traditionellen Volksmesse Canfield Fair im Nordosten Ohios verwandelte sich am Sonntagnachmittag in ein Sicherheitsdrama. Die ehemalige Gesundheitsdirektorin und demokratische Bewerberin für das Gouverneursamt, Dr. Amy Acton, war vor Ort, als sich ein Angreifer gewaltsam den Weg durch die Menschenmenge bahnte, wie Medienberichte bestätigten. Ein bewaffneter Mann stürzte sich auf Dr. Acton, bestätigte ihr Kampagnenteam kurz nach dem Vorfall. Mindestens zwei ältere Menschen wurden verletzt, als der mutmassliche Täter sich einen Weg durch das Publikum zu der Politikerin bahnte. Der Verdächtige, ein 38-jähriger Mann, habe Helfer zu Boden gestossen und sei mit mehreren Waffen festgenommen worden, teilte Chris Anderson, Vorsitzender der Demokratischen Partei im Bezirk Mahoning, mit. Der Angreifer konnte noch vor Ort überwältigt und festgenommen werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und der verwendeten Waffe aufgenommen. Zum genauen Hergang des Angriffs und den Motiven des Täters machten die Behörden zunächst keine Angaben. US-Medienberichten zufolge trug der 38-Jährige unter anderem zwei Pistolen bei sich, die er aber nicht zog. Ob er seine Waffen legal besass und verdeckt mitführen durfte, blieb zunächst ebenfalls unklar. Laut offiziellen Angaben wurden bei dem Angriff mehrere Personen verletzt. Ob es sich bei den Opfern um Sicherheitskräfte, Mitarbeiter der Kampagne oder Passanten handelt, ist derzeit noch unklar. Auch über die Art der Verletzungen machten die Behörden vorerst keine genauen Angaben. Klar ist, dass Acton selbst unverletzt blieb. Festnahme von Patrick M. Nach Angaben der Ohio State Highway Patrol handelte es sich bei dem Festgenommenen um den 38-jährigen Patrick M. Havas aus Canfield, der wegen eines versuchten Angriffs auf die demokratische Gouverneurskandidatin Dr. Amy Acton am 6. September auf der Canfield Fair festgenommen wurde. Patrick M. Havas, 38, has been charged with assault and disorderly conduct. He was taken to the Mahoning County Jail, where he is being held without bond. Hier ist, was wir über Havas wissen: Laut seinem Facebook-Profil besuchte er die Stow-Munroe Falls High School. Einem LexisNexis-Bericht zufolge schloss er die High School im Jahr 2006 ab. Er besuchte die Youngstown University, wobei unklar ist, ob er graduierte oder was er studierte. Sein Facebook-Profil besagt zudem, dass er das Columbiana County Career and Technical Center besuchte. Ein LexisNexis-Bericht listet einen Andrew James Havas als a possible household member
und einen possible brother
. Es gab einen Andrew Havas, der im Juli von einer freiwilligen Position im Wahlkampf von Senator Jon Husted zurücktrat, nachdem NBC News berichtet hatte, dass Havas nach Anschuldigungen wegen sexuellen Fehlverhaltens mit einer Minderjährigen eine Gefängnisstrafe verbüßt hatte. Husteds Wahlkampfteam hatte erklärt, Andrew Havas habe die Verurteilung nicht offengelegt und sei nach Bekanntwerden zum Rücktritt aufgefordert worden. Acton hat ihren republikanischen Gegenkandidaten Vivek Ramaswamy öffentlich dafür kritisiert, dass seine Kampagne mehr als 10.000 US-Dollar von Andrew Havas aus Tiffin, Ohio, angenommen hat, wie TiffinOhio.net berichtete. Reaktionen aus dem stark polarisierten Gouverneursrennen in Ohio
Vivek Ramaswamy und Mike DeWine
Der Vorfall fällt in eine hochsensible Phase des US-Wahlkampfs. Amy Acton, die ehemalige Gesundheitsdirektorin des Bundesstaates, tritt im November-Wahlkampf gegen den Republikaner Vivek Ramaswamy an. Der vermögende Unternehmer Ramaswamy hatte sich vor der Wahl 2024 erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben, unterstützte letztlich Donald Trump und wirbt heute mit seinem guten Verhältnis zum US-Präsidenten. Acton ist Ärztin und diente zeitweise unter DeWine als Leiterin der Gesundheitsbehörde des Bundesstaats. Die Wahl für das Gouverneursamt in Ohio findet parallel zur Zwischenwahl zum US-Kongress am 3. November statt, wobei Amtsinhaber Mike DeWine nicht erneut zur Wahl steht. Die Messergebnisse und Umfragen deuten auf ein extrem knappes Kopf-an-Kopf-Rennen hin, das den Bundesstaat stark polarisiert. Ohio ist ein eher republikanisch geprägter Bundesstaat, das Rennen um das Gouverneursamt gilt jedoch noch nicht als entschieden, und US-Medien berichten von örtlichen Umfragen, die ein sehr knappes Ergebnis erwarten lassen. Nach der Attacke wurden die Sicherheitsmassnahmen für Acton und auf dem gesamten Gelände der Canfield Fair massiv verschärft. Der Vorfall reiht sich zudem in eine Zunahme politischer Gewalt in den USA ein, zu der in den vergangenen Jahren unter anderem Anschläge auf Donald Trump, ein Angriff auf den Ehemann der damaligen demokratischen Repräsentantenhauschefin Nancy Pelosi sowie die Tötung einer demokratischen Abgeordneten aus Minnesota und ihres Ehemanns im vergangenen Jahr gezählt werden. Wahlkampagne von Amy Acton
Amy Acton und Chris Anderson
Die Politikerin dankte den Sicherheitskräften für das schnelle Überwältigen des Angreifers und wünschte den Verletzten rasche Genesung. Es gebe in Ohio keinen Platz für politisch motivierte Gewalt, hiess es in der Stellungnahme ihrer Wahlkampagne. Auch Actons republikanischer Gegner, Vivek Ramaswamy, bezeichnete den Vorfall als «komplett inakzeptabel» und sagte, es gebe in der Politik keinen Platz für Gewalt. Ähnlich äusserte sich der scheidende Gouverneur Mike DeWine, ebenfalls ein Republikaner. Hintergrundrecherchen zum Beschuldigten und familiäre Verbindungen

Andrew James Havas
Im Zuge der polizeilichen und medialen Aufarbeitung rückten auch familiäre Bezüge des Verdächtigen in den Fokus. Ein LexisNexis-Bericht führte einen Andrew James Havas als «a possible household member» und einen «possible brother» im Umfeld auf. Die Namensgleichheit führte zu Berichten über politische Verknüpfungen, da ein Senator Jon Husted nahestehender Freiwilliger namens Andrew Havas im Juli nach Enthüllungen über eine frühere Verurteilung von seiner Position zurückgetreten war. Actons Kampagne hatte diesen Umstand zuvor öffentlich kritisiert und Vivek Ramaswamy wegen mehr als 10.000 US-Dollar an Wahlkampfspenden aus diesem Umfeld attackiert. Ob familiäre oder politische Motive eine Rolle spielten, blieb von den Behörden zunächst unkommentiert.

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