Die Vereinigten Staaten haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin offiziell zu dem für Dezember in Miami geplanten G20-Gipfel eingeladen. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte den Schritt nach Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte sich grundsätzlich bereit, bei dem Treffen in Florida mit Putin zu sprechen.
Die US-Regierung setzt auf direkte Diplomatie auf höchster Ebene. Bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in New York hat US-Außenminister Marco Rubio die Einladung an den Kremlchef für den kommenden G20-Gipfel bekräftigt. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs ist für Dezember im US-Bundesstaat Florida geplant.
Einladung nach Florida: Details zum G20-Gipfel in Miami
Dezember im Golfresort Trump National Doral in Miami stattfinden. Die Vereinigten Staaten haben in diesem Jahr den turnusgemäßen Vorsitz der Staatengruppe inne. Es ist das erste Mal seit 2009, dass die USA ein G20-Gipfeltreffen auf Führungsebene ausrichten, wie aus Berichten über das Treffen in Pittsburgh hervorgeht.

Rubio begründete den Schritt gegenüber Reportern am Rande der UN-Generaldebatte mit der Notwendigkeit direkter Gespräche. Die Administration in Washington hofft, dass Putin die Einladung annimmt und den Weg nach Florida antreten wird.
Russland ist zwar formell weiterhin Mitglied der G20, doch Wladimir Putin hat an physischen Gipfeltreffen dieser Art seit 2019 nicht mehr teilgenommen – also vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Der G20-Gruppe gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an. Schon vor Monaten hatte US-Präsident Donald Trump die Hoffnung geäußert, dass Putin nach Miami reist, und erklärt, wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich. Angesichts des anhaltenden Krieges und der verhärteten Fronten bleibt abzuwarten, ob der russische Präsident tatsächlich eine Reise in die Vereinigten Staaten antritt.
Reaktionen aus Kiew und Moskau sowie die diplomatische Vorgeschichte
Die Aussicht auf eine Zusammenkunft in Miami hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich grundsätzlich zu einem Treffen mit Putin bei dem G20-Gipfel in den USA bereit erklärt. Der Kreml reagierte hingegen auf die Idee eines Treffens mit der ukrainischen Führung auf US-Boden. Kremlsprecher Dmitrij Peskow nannte dies „unmöglich“ und erneuerte den Vorschlag, Putin könne Selenskyj in Moskau empfangen. Dennoch zeigte sich Moskau erfreut über die offizielle Einladung der US-Regierung. Russische Nachrichtenagenturen zitierten den Präsidentensprecher Dmitri Peskow mit den Worten: „Wir sind dankbar und wissen diese Einladung zu schätzen. Putin werde die Einladung der USA prüfen und sich dazu äußern.
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September 2026 äußerte sich Rubio vor Reportern und betonte, dass es eine Gelegenheit für Putin sei, sich persönlich mit US-Präsident Donald Trump zu treffen und auch mit anderen Staats- und Regierungschefs ins Gespräch zu kommen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war in der UN-Generaldebatte präsent und warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, immer mehr Länder in seinen Angriffskrieg hineinzuziehen. Selenskyj sagte dort, man wisse, dass Russland Staatsbürger aus 47 Ländern für seinen Krieg benutze, und nannte als Beispiele Länder wie Indien, Ghana und Nepal.
Geopolitische Spannungen und der G20-Vorsitz der USA
Die diplomatische Initiative der US-Regierung erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Krieges in der Ukraine. September in New York bei der Beantwortung von Fragen von Journalisten, dass Washington offen dafür sei, sich bei Bedarf auch außerhalb des Gipfels mit Putin zu treffen, falls ein Grund für ein solches Event entstehe. Rubio merkte zudem an, dass die Führung von US-Präsident Donald Trump, insbesondere in der Frage der Diplomatie, sehr wirtschaftsorientiert sei.
Der US-Außenminister bekräftigte dies mit den Worten: „Wenn man sich nur mit Leuten trifft, mit denen man übereinstimmt, dann sind das sehr nette Meetings, aber nichts passiert.“ Ein physisches Auftreten Putins auf US-Gipfelboden würde eine bemerkenswerte Entwicklung darstellen, nachdem der Kremlchef seit dem Jahr 2019 an keinem physischen G20-Gipfeltreffen mehr teilgenommen hat. Ob der russische Staatschef der Einladung der USA nach Miami folgen und im Dezember den Weg in die Vereinigten Staaten antreten wird, bleibt nach Angaben aus Moskau vorerst noch zu prüfen.”
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