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Technik und Wissenschaft

Slowenische Domains nach Trumps Vorschlag für SI gefragt

US-Präsident Donald Trump hat bei der UN-Vollversammlung in New York vorgeschlagen, den Begriff Künstliche Intelligenz in Superintelligenz umzubenennen. Diese Äusserung führte zu einem rasanten Anstieg von Internetadressen mit der slowenischen Länderendung .si, deren Gesamtzahl auf über 200.000 anwuchs.

Trumps Vorstoss für den Begriff Superintelligenz vor der UN

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Auftritt vor der UN-Generalversammlung in New York eine sprachliche Neuerung für eine der wichtigsten Zukunftstechnologien ins Gespräch gebracht. Der Präsident erklärte, dass er den englischen Ausdruck Artificial Intelligence für unpassend erachte, da er die Technologie wie eine Fälschung wirken lasse. Stattdessen wolle er weltweit den Begriff Super Intelligence etablieren.

In deutscher Übersetzung soll die Technologie künftig als Superintelligenz bezeichnet werden, abgekürzt als SI. Diese Neuausrichtung knüpft an eine Reihe früherer begrifflicher Umbenennungen des US-Präsidenten an. Zu diesen früheren Anpassungen zählten etwa die Umbenennung des Ontariosees in Lake America, die Umbenennung von New Mexico in New America sowie die Bezeichnung von Soccer als Football.

Slowenische Domains nach Trumps Vorschlag für SI gefragt
Foto: welt.de

Der Ansturm auf slowenische Internet-Adressen mit der Endung .si

Die Neufassung der Abkürzung als SI hatte unmittelbare Folgen für das kleine südosteuropäische Land Slowenien. Da die neue englische Kurzform exakt mit dem Ländercode des Staates übereinstimmt, setzte ein regelrechter Run auf die entsprechenden Webadressen ein.

Vor der Ankündigung verzeichnete Slowenien nach Angaben der zuständigen Vergabestelle monatlich rund 3.500 Domain-Registrierungen. Nach Trumps Erklärung schnellte die Nachfrage rasant in die Höhe, sodass einzelne Tage mehr als 4.000 Neuanmeldungen brachten und die Gesamtzahl der registrierten Domains im Land die Marke von 200.000 überstieg.

Trump löst Boom bei slowenischen Domains aus

Reaktionen der slowenischen Vergabestelle zu Domain-Ansturm

Die offizielle Behörde für die Verwaltung und Vergabe slowenischer Domainnamen, register.si, bestätigte den massiven Zuwachs und verwies auf den zeitlichen Zusammenhang mit den Äusserungen in New York. Gleichzeitig betonte das Amt, dass die digitale Infrastruktur den Belastungstest trotz der enorm gestiegenen Zugriffe bewältigt.

Slowenische Domains nach Trumps Vorschlag für SI gefragt
Foto: ad-hoc-news.de

„Trotz der stark gestiegenen Anzahl von Anfragen an alle Registersysteme laufen alle Dienste reibungslos.“

register.si, slowenische Behörde für die Verwaltung und Vergabe slowenischer Domainnamen

Zudem wies die Behörde Spekulationen zurück, wonach dem Land durch den Boom astronomische Millionengewinne entstehen würden. Dennoch riet das Amt Inhabern von Marken, Unternehmen und Slogans, sich entsprechende Internetadressen unter der Endung rasch zu sichern.

Parallelen zu anderen Staatscodes in der Technologiebranche

Die Verknüpfung von staatlichen Länderkürzeln mit globalen Technologiebegriffen hat in der Vergangenheit bereits mehrfach zu wirtschaftlichen Schüben für kleinere Regionen geführt. Das im Tech-Sektor stark verbreitete Kürzel .ai gehört zum Britischen Überseegebiet Anguilla. Die Karibikinsel erzielte dadurch bereits im Jahr 2023 Einnahmen in Höhe von 35 Millionen US-Dollar, was einen beträchtlichen Anteil des dortigen Staatshaushalts ausmachte. Auch die Endung .tv wird wegen ihrer Ähnlichkeit zu Fernsehinhalten intensiv von Streaming-Plattformen genutzt und gehört zu dem Pazifikstaat Tuvalu.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.