Xbox-Chefin Asha Sharma hat Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Microsoft-Sparte entschieden zurückgewiesen. Im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung mit Jobabbau und Studio-Ausgliederungen betonte Sharma, das Unternehmen verfolge eine langfristige Strategie und stehe trotz anhaltender Marktgerüchte nicht zum Verkauf.
Spekulationen über die Zukunft der Xbox-Sparte haben in den vergangenen Wochen zugrunde liegende Ängste von Fans und Branchenbeobachtern genährt. Ausgelöst wurden die Gerüchte unter anderem durch massiven Personalabbau im Sommer, der Tausende Stellen traf und bekannte Entwicklerstudios wie Ninja Theory vor unklare Perspektiven stellte oder Double Fine gänzlich ausgliederte. Branchenbeobachter deuteten die Einschnitte teils als Versuch, den Geschäftsbereich für potenzielle Käufer attraktiver zu gestalten.

Klare Absage an Verkaufsgerüchte im Interview
In einem Gespräch mit der New York Times äußerte sich die Konzernchefin unmissverständlich zu den anhaltenden Gerüchten über eine bevorstehende Abspaltung.
Xbox ist nicht zu verkaufen. Wir werden alles tun, was nötig ist, um das Unternehmen auf Erfolg zu trimmen, und wir werden uns die richtigen Partnerschaften, das richtige Betriebsmodell und alles andere ansehen, was wir dafür brauchen.
Asha Sharma, CEO von Xbox
Zwar wurde die Antwort von Beobachtern mit Blick auf die tiefgreifenden Veränderungen im Konzern teils als ausweichlich bewertet, doch ließ die Erklärung keinen Zweifel daran, dass die Marke fest in den Planungen verankert bleibt.
Wir haben einen langen Weg mit Microsoft vor uns und wir blicken langfristig nach vorn.
Asha Sharma, CEO von Xbox
Strategischer Umbau und Neuausrichtung der Studios
Hinter der Neuausrichtung steht ein umfassender Corporate-Reset, der laut Planungen vorsieht, bis zum kommenden Sommer insgesamt 3.200 Stellen abzubauen. Mehrere First-Party-Studios erhielten im Zuge dessen neue Strukturen: Während Teams wie Compulsion Games und Undead Labs eigenständig wurden, wanderten prominente Marken weiter. So übernahm Activision die Betreuung der Halo-Reihe, während Obsidian Entertainment künftig unter dem Banner von Bethesda agiert.

Trotz dieser Einschnitte setzt die Führung auf die Stärkung zentraler Marken und künftiger Großprojekte. Neben der Arbeit an etablierten Reihen wie Fallout und Gears of War treibt das Unternehmen den Ausbau der nächsten Konsolengeneration voran. Marktbeobachter verweisen zudem darauf, dass der Wert der Marke nicht nur am reinen Hardware-Verkauf gemessen wird, sondern auch strategische Verknüpfungen mit Azure stützt.
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