Der Rheinpegel bei Eschenz im Kanton Thurgau und Stein am Rhein ist auf den tiefsten Stand seit Beginn der Messungen im Jahr 1885 gesunken. Trockengefallene Uferbereiche und helle Kiesflächen prägen das Bild rund um die Insel Werd, wie aktuelle Drohnenaufnahmen zeigen.
Die anhaltende Trockenheit führt am Hochrhein zu historischen Tiefstständen. Betroffen ist insbesondere das Gebiet zwischen Eschenz TG und Stein am Rhein SH, wo grosse Flächen des Gewässergrundes rund um die Insel Werd komplett trockengefallen sind.
Historischer Tiefstand an der BAFU-Station Berlingen
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Die Messreihe der BAFU-Station Berlingen am Untersee reicht bis in das Jahr 1885 zurück. Bereits am 26. September 2026 wurde dort der bisherige historische Tiefststand unterschritten, als der Pegel auf 394,25 Meter über Meer fiel. Bis Mittwoch sank der Wert weiter auf nur noch 394,21 Meter über Meer.
Ulrich Göttelmann von der Fachstelle Hydrometrie des Thurgauer Amts für Umwelt erklärte gegenüber BRK News
, dass es sich hierbei um den niedrigsten gemessenen Wert seit Beginn der Messungen im Bodensee handle. Auch mit Blick auf die Jahreszeit liege der Pegel auf einem Rekordwert.
Aussergewöhnliche Bedingungen bei Stein am Rhein
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Einen eigenen Rheinpegel misst der Kanton Schaffhausen bei Stein am Rhein seit dem Jahr 2014. Für den 30. September 2026 wurde dort ein Tagesminimum von 393,98 Metern über Meer verzeichnet. Laut den Berichten entspricht dies dem absolut tiefsten Wert, der an dieser Messstelle seit Beginn der Aufzeichnungen festgehalten wurde.
Der Wasserpegel habe für diese Jahreszeit einen Rekordwert erreicht.
BRK News
Bereits Mitte August zeigte sich die Situation angespannt. Neueste Drohnenaufnahmen dokumentieren nun, wie drastisch sich die Lage verschlimmert hat. Wo sich normalerweise das Wasser erstreckt, sind helle Kies- und Uferflächen sichtbar geworden, während der Flusslauf auf deutlich schmalere Bereiche geschrumpft ist.
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