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Unternehmen

S&P 500 und Nasdaq steigen nach mildem US-Inflationsbericht

Ein überraschend milder Inflationsbericht in den USA hat am Mittwoch die Zinserwartungen an der Wall Street gedämpft und die wichtigsten Indizes, darunter der S&P 500 und der Nasdaq, nach oben getrieben. Das US-Handelsministerium meldete für August einen PCE-Preisanstieg von 3,4 Prozent im Jahresvergleich.

Die Sorge vor weiteren Zinsschritten der Federal Reserve im kommenden Monat hat sich nach den neuesten Konjunkturdaten spürbar verringert. Wie das Handelsministerium am Mittwoch bekannt gab, stieg der von der US-Notenbank bevorzugte Index für die persönlichen Konsumausgaben (PCE-Preisindex) im August auf Jahressicht um 3,4 Prozent (gegenüber von Ökonomen erwarteten 3,7 Prozent).

An den Märkten sorgte die Veröffentlichung für Erleichterung. Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen gaben nach, während zinssensitive Technologiewerte zulegten. Der Nasdaq Composite kletterte im frühen Handel um mehr als 1 Prozent, während der S&P 500 ebenfalls Gewinne verbuchte (hierzu ausführlich bei Reuters).

Methodische Änderungen und stabile Kerninflation im August

Hinter dem etwas moderateren Gesamtwert stehen neben tatsächlichen Preisentwicklungen auch technische Anpassungen. Das Bureau of Economic Analysis (BEA) hat die Berechnungsmethoden für mehrere Komponenten wie Rechtsdienstleistungen, Software, Computerzubehör und Portfolioverwaltung grundlegend überarbeitet (wie die BEA-Statistiken belegen). Diese Revisionen senkten den Kernwert für Juli nachträglich um 0,36 Prozentpunkte (Details dazu liefert die Analyse von CNBC).

Traders work on the floor at the New York Stock Exchange (NYSE) in New York City, U.S., September 29, 2026. REUTERS/Jeenah
Foto: Reuters

Ohne Berücksichtigung von Lebensmitteln und Energie stieg der Kern-PCE im August im Jahresvergleich um 3,0 Prozent. Analysten bewerten die Lage dennoch differenziert. Selbst nach massiven methodischen Revisionen läuft die PCE-Inflation nach wie vor heiß, wie man es dreht und wendet, warnte Sonu Varghese, globaler Makrostratege bei der Carson Group, mit Blick auf die fortgesetzte Dynamik der Kerninflation.

Reaktionen der Märkte und neue Zinserwartungen für die Fed

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve bei deren Oktobersitzung ist nach den Daten deutlich gesunken.

S&P 500 und Nasdaq steigen nach mildem US-Inflationsbericht
Foto: biz.chosun.com

David Russell, globaler Leiter der Marktstrategie bei TradeStation, sagte: „Das sind gute Nachrichten für Anleger, die wegen des jüngsten Anstiegs der Anleiherenditen besorgt sind, und es untermauert das Argument, im Oktober keine Zinserhöhung vorzunehmen.

Unterstützt wurde diese Einschätzung durch Äußerungen des Präsidenten der Notenbank von New York, John Williams. Dieser hatte erklärt, es bestehe nach dem Zinsschritt im September keine Dringlichkeit für sofortige weitere Maßnahmen. Marktbeobachter rechnen nun damit, dass die Notenbank eine Zinspause einlegt und einen möglichen nächsten Schritt auf den Dezember verschiebt.

Wirtschaftswachstum und robuste Verbraucherausgaben im zweiten Quartal

Neben den Inflationsdaten veröffentlichte das Handelsministerium die finale Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal. Demnach wuchs die US-Wirtschaft im Frühjahr mit einer annualisierten Rate von 2,2 Prozent und damit stärker als zuvor angenommen (wie CNBC und weitere US-Medien übereinstimmend meldeten). Getragen wurde das Wachstum vor allem von privaten Konsumausgaben und Investitionen in die Infrastruktur rund um künstliche Intelligenz.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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