Der Aufsichtsrat der Energie AG Oberösterreich hat Leonhard Schitter für weitere fünf Jahre als Vorstandsvorsitzenden bestätigt. Die Vertragsverlängerung wurde am 29. September bekannt gegeben. Schitter steuert den Konzern seit Jänner 2023 durch eine tiefgreifende strategische Neuausrichtung mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm.
Vor Weichenstellung für weitere fünf Jahre an der Spitze
Der Vertrag des 55-jährigen Vorstandsvorsitzenden wurde verlängert. Die neue Funktionsperiode läuft ab 1. Jänner 2028. Das Unternehmen setzt damit auf Kontinuität, um den eingeschlagenen Kurs konsequent fortzusetzen.
Aufsichtsratsvorsitzender und Landesrat Markus Achleitner begründete die Entscheidung nach der Sitzung.
„Leonhard Schitter hat gemeinsam mit seinem Vorstandsteam und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den vergangenen Jahren eine tiefgreifende Transformation der Energie AG auf den Weg gebracht, erklärte Achleitner. Aus einer strategischen Neuausrichtung seien inzwischen konkrete Großprojekte, Rekordinvestitionen und eine sichtbare Modernisierung des Unternehmens geworden. „Mit der Wiederbestellung schaffen wir Kontinuität, um diesen eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.

Milliardeninvestitionen durch die Strategie LOOP
Unter Schitters Führung wurde die Strategie „LOOPins Leben gerufen. Sie sieht bis 2035 Investitionen von rund vier Milliarden Euro vor.
Die Mittel fließen vor allem in erneuerbare Energie, Stromnetze und Speicher. Damit soll die Energieversorgung unabhängiger von fossilen Brennstoffen und langfristig sicherer werden. Seit Beginn dieser strategischen Neuausrichtung wurden bereits mehr als 1,3 Milliarden Euro am Standort Oberösterreich investiert. Ein Großteil dieser Mittel floss in erneuerbare Erzeugung, leistungsfähige Netze, Speicher und weitere nachhaltige, digitale Infrastruktur.
Konkrete Großprojekte von Ebensee bis Timelkam
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche zentrale Projekte auf den Weg gebracht.

Mit dem Bau des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee entsteht die derzeit größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte. Parallel dazu wird mit dem Neubau des Kraftwerks Traunfall eines der bedeutendsten Wasserkraftprojekte des Unternehmens umgesetzt. Die Photovoltaik-Erzeugung hat sich seit dem Start der Strategie LOOP auf rund 70 Gigawattstunden vervierfacht. Im Sommer wurde in Timelkam der erste Großbatteriespeicher der Energie AG errichtet. Zudem entsteht mit der Lehrlings PowerBase in Gmunden ein modernes Ausbildungszentrum.
Gemeinsame Leistung und Dank des Vorstandsvorsitzenden
Schitter bedankte sich für das erneut in ihn gesetzte Vertrauen.
„Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, den begonnenen Weg weiterzugehen, sagte er. Was seit 2023 erreicht worden sei, stelle eine gemeinsame Leistung dar: des Vorstandsteams, CFO Eva Schinkinger und CTO Alexander Kirchner, der Führungskräfte und vor allem der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die LOOP von Beginn an mitgetragen, mitgestaltet und jeden Tag mit Leben erfüllt hätten. Aus der Vision soll weiter Schritt für Schritt eine Energiezukunft entstehen, die Oberösterreich sicherer, unabhängiger und stärker macht.
Personelle Veränderung in der Technik
Gleichzeitig wurde in der Aufsichtsratssitzung die Suche nach einem neuen Technikvorstand gestartet. Ab dem Beginn des Jahres 2027 wechselt der bisherige Technikvorstand Alexander Kirchner zur Wien Energie, wo er den Vorsitz der Geschäftsführung antreten wird.
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