Der Schweizer Frauen-Nationaltrainer Rafel Navarro hat das 23-köpfige Kader für die erste Playoff-Runde der Weltmeisterschaft 2027 bekanntgegeben. Die Schweiz tritt in der ersten Runde gegen Israel an, mit zwei Partien am 9. Oktober in Mezőkövesd und am 13. Oktober in Sion. «Wir haben in den vergangenen Wochen viel trainiert, verschiedene Dinge ausprobiert und an unserem Spiel gearbeitet. Jetzt ist der Moment gekommen, das Erarbeitete auf dem Platz umzusetzen», sagte Navarro, der die Mannschaft auf die «mutige» Spielweise vorbereitet.
Drei Rückkehrerinnen im Kader, zwei wichtige Namen fehlen
Die Schweizer Frauen-Nati greift mit drei Rückkehrerinnen in die Playoff-Runde ein: Alena Bienz, Svenja Fölmli und Alisha Lehmann. Bienz kehrt nach über einem Jahr in die Nationalmannschaft zurück und hat in der Bundesliga mit regelmäßigen Einsätzen bei SC Freiburg auf sich aufmerksam gemacht. Fölmli, die nach einer Verletzungspause zu TSG Hoffenheim zurückgekehrt ist, und Lehmann, die in der englischen Women’s Super League wieder in die Stammelf von Leicester City rückte, sind ebenfalls im Team.

Die beiden prominenten Namen, die fehlen, sind Alayah Pilgrim und Ramona Bachmann. Pilgrim, Stürmerin der AS Roma, verpasst die Spiele, da sie sich nicht bei 100 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit fühle. Bachmann, eine der Erfahrungsstützen der Mannschaft, sei «noch nicht bei 100 Prozent ihres Leistungsvermögens», erklärte Navarro, der jedoch betonte, dass ihre Zeit «noch nicht zu Ende» sei.
Strategie: Offensiv stark und mutig auftreten
Navarro betonte, dass die Schweiz auf eine «offensive» Spielweise setze, um gegen Israels defensiv orientierte Mannschaft zu bestehen. «Wir möchten mutig auftreten und unsere eigene Identität auf den Platz bringen», sagte der Trainer. Das Kader umfasst 14 Spielerinnen mit offensivem Profil, darunter auch Livia Peng, die als Nummer 1 im Tor gilt. «Die Schweiz verfüge über drei gute Torhüterinnen, aber Peng genießt weiterhin mein Vertrauen», erklärte Navarro, der auf ihre Leistung in den beiden Partien gegen Israel vertraut.
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Vorbereitung und politische Hintergründe
Das Team wird am 5. Oktober in Zürich zusammenkommen, bevor es am Donnerstag nach Ungarn reist. Nach dem Hinspiel am 9. Oktober kehrt die Mannschaft in die Schweiz zurück, um sich auf das Rückspiel in Sion vorzubereiten. Navarro erwähnte, dass die Mannschaft auch auf die politische Situation achte, sagte jedoch, dass derzeit «nur Fussball» im Fokus stehe. «Wir werden die Frauen fragen, was ihre Meinung ist, und sie auch entsprechend vorbereiten», kündigte er an.
Chancen und Ziele für die WM-Playoffs
Ein Sieg gegen Israel würde die Schweiz in die nächste Playoff-Runde führen, wo sie auf Österreich oder den Kosovo treffen könnte. Das große Ziel bleibt die Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien. Navarro betonte, dass die Mannschaft «die Chancen nutzen» müsse, um «die letzte Hürde» zu überwinden. Die Vorbereitung auf die Spiele konzentriere sich auf «Lösungen für die letzte Zone» und die «Offensivstärke», um die defensiv orientierte israelische Mannschaft zu knacken.
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