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Sport

DFB-Team nach Klopp-Fehlstart in Nations League unter Druck

Nach einem enttäuschenden Start in die neue Amtszeit von Bundestrainer Jürgen Klopp droht der deutschen Nationalmannschaft in der UEFA Nations League nicht nur das Verpassen des Viertelfinals, sondern im Worst-Case auch der Abstieg aus Liga A mit spürbaren Folgen für die EM-Qualifikation 2028.

UEFA Nations League und DFB-Team

Zwei Partien, ein Remis und eine Niederlage: Die Bilanz zum Auftakt der neuen Ära beim DFB-Team fällt ernüchternd aus. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande und der darauffolgenden 0:1-Niederlage gegen Griechenland rangiert Deutschland in der Nations-League-Gruppe nur auf dem dritten Tabellenplatz. Während Spitzenreiter Griechenland bereits sechs Punkte gesammelt hat und die Niederlande vier Zähler auf dem Konto haben, gerät das Weiterkommen spürbar unter Druck.

Rekord-Fehlstart und die Reaktion des Bundestrainers

Für den neuen Cheftrainer bedeutet dieser Verlauf den schwächsten Einstand eines deutschen Nationaltrainers in der Geschichte des DFB. Der letzte Manager, der es versäumte, eines seiner ersten beiden Spiele als deutscher Trainer zu gewinnen, war Helmut Schön im Jahr 1964. Trotz dieses historischen Fehlstarts zeigt sich der deutsche Manager nicht besorgt und nimmt die Verantwortung für die sportliche Misere auf seine eigene Kappe.

Taking full responsibility for this difficult start, Jürgen Klopp spoke candidly after the match to Sky Sport. Auf die Bedeutung der bisherigen Ergebnisse angesprochen, zeigte sich der Bundestrainer gelassen: „Ich bin komplett frei davon. Solange man am Ende die korrekten Schlüsse daraus zieht, ist das letztlich schlicht eine Information wie ein gewonnener Match.“”

DFB-Team nach Klopp-Fehlstart in Nations League unter Druck
Foto: foot-africa.com

In seiner Analyse nach der Pleite in Griechenland sprach der Trainer offen über die Mängel im Offensivspiel. Nach der Niederlage gegen die Griechen (0-1) am Sonntag erklärte er: „Nous avons manqué de conviction, c’est indéniable. Die Mannschaft habe an Conviction gemangelt, und es sei unbestreitbar, dass gegen tief stehende Abwehrreihen in den entscheidenden Momenten das nötige Glück oder die Entschlossenheit gefehlt habe. Zudem begründete er die personellen Entscheidungen und Wechsel als seine alleinige Verantwortung.

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„What did I say to the players? A lot of things. It is part of the process. Absolutely. The team selection and the changes were entirely my responsibility. It was clear that we would not be able to completely unsettle a Greece side sitting deep in defence, especially in the key moments when we may have lacked a bit of luck or come up against an exceptional goalkeeper. I could have accepted not winning by a large margin today, or even not winning at all, but we cannot afford to lose,“ he said.

Sportliche Risiken für die Nations League und die EM 2028

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EM-Qualifikation 2028 und DFB-Team

Die sportlichen Konsequenzen eines verpatzten Herbstes reichen weit über den aktuellen Wettbewerb hinaus. Die beiden besten Teams der Gruppe ziehen ins Viertelfinale der Nations League ein. Die DFB-Auswahl würde davon gleich in doppelter Hinsicht profitieren: Neben der Titelchance gäbe es das Ticket für den ersten Lostopf der EM-Qualifikation 2028 geschenkt. Außerdem werden sie in Vierergruppen gelost und müssen dadurch weniger Qualifikationsspiele absolvieren.

Beendet Deutschland die Gruppenphase auf dem dritten Tabellenplatz, entscheidet der direkte Vergleich mit den anderen Tabellendritten aus Liga A über das weitere Schicksal. Befindet sich die DFB-Elf dabei unter den beiden schwächsten Gruppendritten, steht im März stattdessen eine Relegationspartie gegen einen Gruppenzweiten der Liga B an. Selbst als Gruppenletzter wäre der direkte Abstieg nicht zwangsläufig besiegelt. Die beiden besten Gruppenvierten erhalten ebenfalls noch die Chance, den Klassenerhalt über die Relegation zu schaffen. Nur die beiden schwächsten Letzten steigen direkt in Liga B ab. Würde der Abstieg Realität, träte Deutschland in der kommenden Auflage der Nations League lediglich noch in Liga B an und bekäme es dort mit schwächer eingestuften Kontrahenten zu tun.

Dazu kommt ein weiteres gewichtiges Problem: Lediglich die zwölf erfolgreichsten Verbände der Liga A sichern sich einen Platz im ersten Lostopf für die Qualifikationsphase zur EM 2028. Sollte das Team absteigen, würde dieser Platz im Topf fehlen, wodurch in der Qualifikation schon früh namhafte und schwerere Gegner warten könnten. Sollte die reguläre EM-Qualifikation misslingen, bietet die Nations League eventuell den Umweg über die Playoffs an. Allerdings ist ein fixer Anspruch darauf im Regelfall den jeweiligen Gruppensiegern vorbehalten – vorausgesetzt, sie haben sich nicht ohnehin bereits auf anderem Wege qualifiziert und entsprechende Startplätze stehen bereit. Ein starkes Abschneiden in diesem oft belächelten Turnier kann sich für die deutsche Nationalmannschaft somit in vielerlei Hinsicht als richtungsweisend erweisen.

Die kommenden Duelle gegen Serbien und Griechenland

Serbien und Griechenland in München und Berlin

Viel Spielraum für weitere Rückschläge bleibt seinem Team dennoch nicht. Am Donnerstag empfängt Deutschland das noch punktlose Serbien in München. Zum Abschluss der aktuellen Abstellungsperiode folgt am Sonntag das Auswärtsspiel in Griechenland. Die bevorstehenden zwei Begegnungen könnten bereits darüber entscheiden, ob die deutsche Mannschaft realistische Aussichten auf das Viertelfinale behält oder sich unverhofft mit Abstiegssorgen plagen muss. Im November fällt schließlich die Entscheidung in der Gruppe. Am 13. November gastiert Deutschland in Serbien, drei Tage später steigt in Berlin das abschließende Duell mit den Niederlanden.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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