NASA and Boeing plan to exercise options for additional crew missions to and from the space station using Starliner and certify the Vulcan rocket for crew transportation. The uncrewed Starliner-1 engineering evaluation mission is slated for December or January 2027, with crewed flights returning on Starliner-2 by 2028.
Die US-Raumfahrtbehörde NASA und der Luftfahrtkonzern Boeing haben weitreichende Pläne für die Zukunft des Raumschiffs Starliner bekannt gegeben. NASA Administrator Jared Isaacman erklärte die Entwicklung im Rahmen einer gemeinsamen Aktualisierung der bemannten Raumfahrtstrategie. Die Partnerschaft zielt darauf ab, den Zugang zur erdnahen Umlaufbahn und zur Internationalen Raumstation langfristig abzusichern.
Technische Modifikationen und der Zeitplan für Starliner-1
Nach den Erkenntnissen aus dem ersten bemannten Flug im Jahr 2024 hat eine Untersuchungskommission insgesamt 61 Empfehlungen ausgesprochen. Im Zentrum der Kritik standen Probleme mit den Steuerdüsen des Servicemoduls, die außerhalb ihrer technischen Qualifikation arbeiteten. Als Konsequenz hat Boeing thermische Modifikationen am Servicemodul vorgenommen, die für den kommenden unbemannten Testflug evaluiert werden.
Zusätzlich vereinbarten NASA und Boeing eine weitere Änderung am Ventil-Design der Düsen, um das Ausquetschen von Dichtungen zu verhindern.

„Starliner’s next flight is a critical step on the path to achieving full system certification and ensuring a sustained human presence in low Earth orbit.“
Dana Weigel, Manager of NASA’s Low Earth Orbit Program, via Nasa
Der unbemannte Testflug namens Starliner-1 soll im Dezember dieses Jahres oder im Januar 2027 starten. Er dient als technischer Evaluierungsflug, um die thermische Leistung und die Systemdaten zu überprüfen. Daran anknüpfend ist geplant, Astronauten mit Starliner-2 bis zum Jahr 2028 zur Raumstation zurückzubringen.
Erweiterte Missionen und die Vulcan-Raketen-Zertifizierung
Neben den anstehenden Testphasen plant die NASA, Optionen für eine fünfte und sechste Mission zur Raumstation über Starliner wahrzunehmen. Da die Atlas-V-Rakete vor ihrem letzten Flug steht, arbeiten NASA, Boeing und United Launch Alliance gemeinsam daran, die Vulcan-Rakete für den bemannten Transport zu zertifizieren.
Für Boeing bedeutet diese Perspektive eine entscheidende strategische Rolle. <a href="https://arstechnica.
„We’re incredibly excited about the partnership with NASA, to continue to fly to the International Space Station, and then obviously, with the Vulcan certification, missions beyond the current six that we have. Certainly, we have talked to all of the CLD providers about becoming their preferred transportation supplier in the future.“
John Mulholland, Vice President and Program Manager of Commercial Crew at Boeing, via Arstechnica
Kostenrahmen und kommerzielle Perspektiven in der erdnahen Umlaufbahn
Angesichts des wahrscheinlichen Ausscheidens der Dragon-Raumkapsel bis zum Jahr 2030 stand die NASA vor der strategischen Frage, wie der Transport von Astronauten zu kommerziellen Raumstationen (Commercial LEO Destinations, kurz CLD) und zur ISS, deren Betrieb eventuell bis 2032 verlängert werden soll, gesichert werden kann. Die Agentur entschied sich gegen die Finanzierung eines neuen, milliardenschweren Konkurrenzwettbewerbs und setzt stattdessen auf die Weiterentwicklung von Starliner.
Für die Missionen Starliner-2 bis Starliner-6 wurde ein Preis von rund 90 Millionen US-Dollar pro Sitzplatz zwischen der NASA und Boeing vereinbart. Ob dieser Preis auch für künftige private Raumstationen gilt, bleibt vorerst offen. Mulholland erklärte, dass detaillierte Preisangaben für die CLD-Anbieter zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich seien, da sowohl die Vulcan-Rakete als auch das Raumschiff die vollständige Zertifizierung erst noch durchlaufen müssen.
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