Zum Inhalt springen
Technik und Wissenschaft

Despite Setbacks, NASA Gives Boeing’s Starliner Spacecraft a Boost

NASA plant für Dezember 2026 oder Januar 2027 einen unbemannten Starliner-Testflug zur Internationalen Raumstation, bevor für 2028 eine bemannte Mission mit Astronaut Woody Hoburg anvisiert wird. Die US-Raumfahrtbehörde reagiert damit auf die technischen Probleme, die im Jahr 2024 zum langwierigen Aufenthalt zweier Testpiloten im All führten.

Technische Korrekturen am Starliner-Antriebssystem und den Ventilen

Nach den schwerwiegenden Problemen während des Crew Flight Test im Sommer 2024, bei dem Heliumlecks und der Ausfall von fünf der 28 Triebwerke des Reaktionskontrollsystems auftraten, hat ein gemeinsames Team aus NASA- und Boeing-Ingenieuren umfangreiche Nachbesserungen vorgenommen. NASA stufte die Mission im Februar als Type A mishap und damit als schwerwiegendsten Fehlertyp ein.

Die Untersuchung ergab, dass die Heliumlecks auf Ventile zurückzuführen sind, deren Dichtungen durch den Kontakt mit Stickstofftetroxid, dem Oxidationsmittel des Antriebssystems, beschädigt wurden. Dana Weigel, Managerin des Low Earth Orbit Program der NASA, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass das Dichtungsmaterial entsprechend ausgetauscht und Toleranzwerte angepasst wurden.

Watch live: NASA, Boeing officials give update on Starliner development, future ISS flights

Dana Weigel erklärte, dass die Anomalie des Triebwerks im Crew-Modul auf Korrosion zurückzuführen sei.

Investitionen und der Zeitplan bis zum bemannten Start 2028

Trotz der monatelangen Verzögerungen, die dazu führten, dass die Testpiloten Butch Wilmore und Suni Williams auf der ISS bleiben mussten und erst im März mit einem Raumschiff von SpaceX zur Erde zurückkehrten, hält NASA an der Partnerschaft mit Boeing fest. Die Agentur investiert zusätzliche 359 Millionen US-Dollar in das Programm, um Triebwerksmodifikationen, neue Batterien und Optimierungen am Fallschirmsystem zu finanzieren.

NASA-Administrator Jared Isaacman betonte, dass die Raumfahrtbehörde von Anfang an auf mehrere Optionen für den Personentransport gesetzt habe. Für den unbemannten Testflug Starliner-1 ist ein Startfenster im kommenden Dezember oder im Januar 2027 vorgesehen. Der Flug dient als technische Evaluierung, um die thermischen Veränderungen im Servicemodul unter realen Bedingungen zu prüfen.

Die anschließende bemannte Mission Starliner-2 soll im Jahr 2028 ins All starten. Als Kommandant für diesen Flug wurde NASA-Astronaut Woody Hoburg benannt.

Erweiterte Flugoptionen und die Zukunft nach der Internationalen Raumstation

Neben den technischen Verbesserungen plant die US-Raumfahrtbehörde eine Ausweitung der Zusammenarbeit. Die Agentur beabsichtigt, Optionen für einen fünften und sechsten kommerziellen Flug zur Raumstation einzulösen.

Da die Internationale Raumstation voraussichtlich bis 2031 betrieben und anschließend kontrolliert zum Absturz gebracht werden soll, bereitet sich die NASA auf künftige kommerzielle Außenposten im Erdorbit vor. In diesem Zusammenhang wird die Agentur laut offiziellen Angaben auch mit Boeing und der United Launch Alliance zusammenarbeiten, um nach den letzten Flügen der Atlas-V-Rakete die Vulcan-Trägerrakete für den Personentransport zu zertifizieren.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.