SpaceX bereitet sich am Montag, dem 28. September, auf den ersten orbitalen Testflug seines Starship-Megarokets von der Starbase in Texas vor. Die rund zehnstündige Mission soll die Oberstufe in eine Erdumlaufbahn bringen und 26 Starlink-Version-3-Satelliten aussetzen, während Ingenieure den Hitzeschild und die Triebwerke extremen Belastungen aussetzen.
Nach 13 vorangegangenen Testflügen, die das System stets auf absichtlich suborbitale Flugbahnen geführt hatten, wagt das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk den nächsten großen Schritt. Starship wird am Montag von der privaten Startrampe in Starbase in Südtexas abheben. Das 75-minütige Startfenster öffnet sich um 8:15 Uhr EDT (1215 GMT, 7:15 Uhr Ortszeit in Texas). Wie Spacecoastdaily, ist der Start an die Erteilung der behördlichen Genehmigung geknüpft.
Das technische Profil des ersten Orbitaleinsatzes
Mit einer Gesamthöhe von 407 Fuß beziehungsweise rund 124 Metern ist Starship die größte und leistungsstärkste Rakete, die je gebaut wurde. Testflug sind sowohl Hardware- als auch Software-Modifikationen vorgenommen worden, um Erkenntnisse aus dem vorangegangenen Start im Juli einzubinden. Nun sollen verbesserte Filter an den Triebwerken und Software-Anpassungen die Zuverlässigkeit beim Wiedereinsetzen erhöhen.
Die 171 Fuß (etwa 52 Meter) lange Oberstufe, das eigentliche Starship, zündet daraufhin eines ihrer Raptor-Triebwerke im All für den orbitalen Einschuss.
Nutzlast und wirtschaftliche Einordnung des Starlink-Transports
Erstmals bringt eine Starship-Mission operative Nutzlast in die Erdumlaufbahn. An Bord befinden sich 26 neue Starlink-Version-3-Satelliten.

Jeder dieser neuen Satelliten bietet nach Angaben aus den Berichten eine Download-Kapazität von 1 Terabit pro Sekunde und wiegt knapp zwei Tonnen, was die Leistung pro Einheit gegenüber den bisherigen V2-Mini-Modellen vervielfacht. Space Coast Daily berichtet, dass drei dieser Satelliten mit speziellen Kameras ausgestattet sind, um den Hitzeschild des Raumschiffs während des Fluges zu beobachten und Bilddaten an die Ingenieure zu übertragen.
Hitzeschild-Belastung und wissenschaftliche Einordnung des Wiedereintritts
Um dieser höheren thermischen Belastung zu begegnen, hat SpaceX laut Space Coast Daily zusätzliche Halteelemente an Kacheln in gefährdeten Bereichen angebracht und gebogene Kachel-Designs getestet, um die Strömungsschwankungen in den Fugen zu reduzieren. Der Test soll neben der Datenerhebung für die kommerzielle Satellitenkonstellation auch wertvolle Einblicke für künftige bemannte Missionen liefern, darunter auch die Anforderungen der NASA für das Artemis-Programm.

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